KREFELD -
Die Stadt Krefeld wollte durch den Verkauf des Bildes ihr Museums sanieren. Der Stadtrat war jetzt dagegen.
KREFELD/KNA - Der in Krefeld geplante Verkauf eines berühmten Monet-Bildes ist nach Protesten vom Tisch. Das Gemälde „The Houses of Parliament“ des Malers Claude Monet (1840–1926) bleibt im Besitz der städtischen Kunstmuseen, wie die verschuldete Stadt gestern nach entsprechendem Beschluss des Stadtrates mitteilte.Mit dem Verkaufserlös hatte Krefeld die Sanierung seines Kaiser-Wilhelm-Museums finanzieren und eine Museumsstiftung gründen wollen. Die Pläne lösten eine bundesweite Debatte über die Bewertung und Verfügbarkeit von Kunst in öffentlichen Sammlungen aus. Oberbürgermeister Gregor Kathstede (CDU) nahm im Stadtrat Abstand von den Verkaufsplänen, weil die Kommunalaufsicht darauf bestehe, dass bei Veräußerungen mit einem Teil des Erlöses das städtische Haushaltsdefizit gedeckt werden müsse.
