KREIS CLOPPENBURG - So süß und niedlich kleine Katzen auch sind, es gibt leider zu viele davon. Die Folge ist, dass verantwortungslose Menschen den unerwünschten Nachwuchs, für den sie keine Abnehmer gefunden haben, einfach aussetzen, teilt jetzt die Kreisverwaltung mit.
Viele dieser Katzen verwildern, pflanzen sich anschließend unkontrolliert fort oder landen im Tierheim. Oft sind die Katzen unterernährt und leiden an Infektionskrankheiten. Auch das vom Tierschutzverein Friesoythe geführte Heim in Sedelsberg hat in den Sommermonaten regelmäßig große Probleme, die dort abgegebenen Tiere zu versorgen und möglichst zu vermitteln.
Früh geschlechtsreif
Der Tierschutzverein und das Veterinäramt des Landkreises Cloppenburg rufen deshalb nochmals alle Katzenhalter dazu auf, ihre Tiere kastrieren zu lassen, um so die Katzenpopulation zu reduzieren. „Katzen sind schon mit circa sechs Monaten geschlechtsreif und können zweimal im Jahr werfen. So kann eine einzige Katze in zwei Jahren über 30 Nachkommen haben“, informiert Veterinäramtsleiter Dr. Karl-Wilhelm Paschertz.
Keine „Katzenmusik“ mehr
Die Kastration der Katzen und Kater verhindere nicht nur die unkontrollierte Vermehrung, sondern bringe zusätzliche Vorteile, die das Zusammenleben von Mensch und Tier angenehmer machten. Kastrierte Katzen streiften deutlich weniger herum als paarungsbereite Artgenossen. Und auch die nächtlichen „Konzerte“ gehörten bei einer kastrierten Katze der Vergangenheit an.
Fremde Tiere nicht füttern
„Wer eine fremde Katze in seinem Garten entdeckt, sollte diese nicht füttern“, empfiehlt Dr. Paschertz. Durch das Füttern würden immer mehr Tiere angelockt, die sich dank der Fütterung noch besser fortpflanzten. Paschertz: „Wer eine fremde Katze regelmäßig füttert, wird zum Tierhalter mit allen Verpflichtungen, die das Tierschutzgesetz vorschreibt.“ Dazu gehörten Pflege, Ernährung, Unterbringung und Kontrolle der Fortpflanzung.
