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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Filmfest Locarno: Krimi „Gottlos“ gewinnt Goldenen Leoparden

15.08.2016

Locarno Jubel des Publikums: Wie erwartet verlieh die Jury des 69. Internationalen Filmfestivals Locarno den Goldenen Leoparden am Samstagabend an den sozialkritischen Krimi „Gottlos“, eine bulgarisch-dänisch-französische Produktion der Regisseurin Ralitza Petrova (Bulgarien). Die rumänisch-deutsche Koproduktion „Vernarbte Herzen“ des Regisseurs Radu Jude (Rumänien) über das Leben des Dichters Max Blecher (1909-1938) im Faschismus der 1930er Jahre erhielt die nach dem Goldenen Leoparden wichtigste Ehrung, den Spezialpreis der Jury.

Mit ihren Entscheidungen bestätigten die von dem mexikanischen Regie-Star Arturo Ripstein geleiteten Juroren nicht nur die Vorlieben der Mehrzahl der Festivalbesucher. Sie stärkten damit zudem das Selbstverständnis des Festivals als wichtigste Tribüne für die Verbindung von traditionellem Erzählkino und Experimentellem. Dem entsprechen auch die weiteren Ehrungen.

Als bester Regisseur gekürt wurde der Portugiese João Pedro Rodrigues für „Der Ornithologe“, eine poetische Ballade um Fragen des Glaubens und der sexuellen Identität. Der impressionistische österreichisch-italienische Filmessay „Mister Universo“ des Wiener Regie-Duos Tizza Covi und Rainer Frimmel bekam eine besondere Erwähnung. Dieser oft dokumentarisch anmutende Spielfilm aus dem Artistenmilieu entspricht mit seiner stilistischen Balance von Tradition und Moderne der Ausrichtung des Festivals geradezu perfekt und erhielt zudem Ehrungen der Ökumenischen Jury, des internationalen Kritikerverbandes, des Verbandes europäischer Filmtheater und der Jugendjury.

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Die Bulgarin Irena Ivanova wurde für ihre feinnervige Darstellung einer Altenpflegerin im gegenwärtigen von Korruption und menschlicher Kälte geprägten Bulgarien in „Gottlos“ als beste Schauspielerin prämiert. Der Pole Andrzej Seweryn bekam den Preis als bester Schauspieler für seine Charakterstudie der Hauptfigur in dem polnischen Spielfilm „Die letzte Familie“. Das mitreißende Drama um den Maler Zdzislaw Beksinski (1929-2005) spiegelt vor allem die Zeit um den Fall des Eisernen Vorhangs.

Die deutschen Hoffnungen auf den Publikumspreis, der im Vorjahr an „Der Staat gegen Fritz Bauer“ gegangen war, erfüllten sich nicht. Dabei hatten die beiden außerhalb des Wettbewerbs gezeigten Spielfilme „Paula“ und „Vor der Morgenröte“ zu den Favoriten gezählt. Doch die Zuschauer wählten „Ich, Daniel Blake“ (Großbritannien/Frankreich/Belgien) des englischen Regie-Veteranen Ken Loach. Die ergreifende Geschichte eines Mannes, den eine herzlose Bürokratie ins gesellschaftliche Abseits treibt, hatte im Mai beim diesjährigen Festival von Cannes bereits die Goldene Palme bekommen.

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