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Literatur Krimi-Lesung wird ein Mordsvergnügen

Tjalke Weber

Hude - Ein Mord ist meist eine todernste Angelegenheit. Dass ein guter Kriminalroman aber vor allem Unterhaltungsliteratur ist, bewies Autor Klaus-Peter Wolf am Dienstagabend eindrucksvoll. Im Martin-Luther-Gemeindehaus las er vor mehr als 130 Zuhörern aus seinem neuesten Werk „Ostfriesenmoor“. Der im März 2013 erschienene Roman ist der siebte Band seiner Reihe von Ostfriesen-Krimis. „Es geht wieder um das mörderische Ostfriesland“, sagte Wolf. Mehr als 60 große Spielfilme hat der gebürtige Rheinländer geschrieben, bevor er 2003 an die Küste zog und die Krimi-Serie mit Regionalbezug begann. Das Besondere an seinen Büchern: Alle Schauplätze und Figuren gibt es wirklich.

Authentische Figuren

„Ich wollte eine Serie schreiben, bei der jedes einzelne Buch wie ein Puzzleteil ist, die aber zusammen ein Gesellschaftspanorama bilden“, erklärte Wolf. Dabei müsse sich immer alles als schlüssig erweisen. Um inhaltliche Fehler zu vermeiden, die er bei Kollegen entdeckt hat, wählte er Originalschauplätze und -personen. So spielt etwa sein eigenes Haus eine wichtige Rolle im Buch. „Die Figuren sollen authentisch sein“, erklärt der Autor und betont, dass die Fälle fiktiv sind. „Ich greife reale gesellschaftliche Probleme auf und erfinde den Rest der Geschichte.“

Eine Dreiviertelstunde plauderte der Schriftsteller aus dem Nähkästchen, erzählte Anekdoten und charakterisierte mit viel Liebe zum Detail seine Figuren, bevor er die erste Passage aus seinem neuen Werk las.

Bei den Episoden aus „Ostfriesenmoor“ schaffte er mühelos eine gespannte Stille im Wechsel mit einer heiter-gelösten Atmosphäre. Der Vortrag lebte von der Gestik und Mimik, mit denen Wolf seine Figuren zum Leben erweckte. Dabei zeigte sich der Schriftsteller als publikumsnah und begeisterungsfähig, er hatte sichtlich Spaß an seinen eigenen Geschichten.

Geld fürs Gemeindehaus

Gerburg Schaller von der Buchhandlung „Lesen und Mehr“ zeigte sich hochzufrieden mit dem kurzweiligen Abend. „Es ist eine Freude, ihn lesen zu hören“, sagte sie.

130 Euro aus den Einnahmen spendete die Initiatorin für die Sanierung des Gemeindehauses. Schaller versprach, dass Klaus-Peter Wolf auch ein drittes Mal nach Hude komme – im nächsten Jahr, wenn der achte Band seiner Ostfriesen-Krimis erscheint.

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