Donaueschingen - Unter dem Eindruck der vom Südwestrundfunk (SWR) beschlossenen Orchesterfusion haben am Freitag die Donaueschinger Musiktage begonnen. Auf dem Programm des bis Sonntag dauernden Festivals in Donaueschingen im Schwarzwald stehen 28 Uraufführungen von Komponisten aus 15 Nationen. Es werden wie in den vergangenen Jahren rund 10 000 Konzertbesucher erwartet. Die meisten Konzerte sind schon seit Wochen ausverkauft. Die 1921 gegründeten Donaueschinger Musiktage, die jährlich vom SWR organisiert werden, sind nach Angaben der Veranstalter das weltweit älteste und renommierteste Festival für Neue Musik.

Kultur- und Musikverbände nutzten den Festivalauftakt am Freitag dazu, ihre Kritik an der auf den Weg gebrachten Fusion des SWR-Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart mit dem SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg zu erneuern. Die Orchester sind die zentralen Klangkörper des Festivals. Sie sollen 2016 fusionieren, es sollen dadurch fünf Millionen Euro pro Jahr einspart werden. Der SWR-Rundfunkrat hatte den umstrittenen Zusammenschluss der Orchester Ende September beschlossen.

Am ersten Festivaltag in Donaueschingen wurden mehrere Klanginstallationen eröffnet. Wirbel hatte es zuletzt um das Eröffnungskonzert gegeben. Weil Teodor Currentzis als Dirigent wegen Arbeitsüberlastung kurzfristig abgesagt hatte, musste der österreichische Dirigent und Komponist Rupert Huber einspringen.