Rastede - Das Bauernmuseum an der Raiffeisenstraße 60 in Rastede kann nur noch von angemeldeten Gruppen ab zehn Personen besucht werden. „Wir befinden uns in einer Umbauphase“, berichtet Inhaber Detlef Brötje. Hinzu komme, dass seine Mutter im November verstorben ist. Sie hatte sich stets engagiert um das Museum gekümmert und Besucher eingelassen. Bisher war das Haus während der Saison freitags und sonntags geöffnet.
Um das Bauernmuseum erhalten zu können, möchte Brötje die Ausstellungsfläche verkleinern. „Auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern zeigen wir zurzeit mehr als 10 000 land- und hauswirtschaftliche Geräte aus den letzten 200 Jahren, die zum größten Teil noch betriebsbereit sind“, erzählt der Inhaber. Dazu gehören auch Trecker und eine Dreschmaschine, die in einer Halle stehen.
Brötje könne es sich vorstellen, diese Halle aufzulösen und einen Teil der großen Fahrzeuge und Maschinen künftig in einer Remise unterzubringen, die sich auf der Vorderseite des Geländes befindet. Durch den Wegfall der Halle würde die Ausstellungsfläche auf 2000 Quadratmeter verkleinert werden und wäre dann für ihn und seine Ehefrau besser zu unterhalten.
Nach dem Tod seiner Mutter will Brötje nun in das 1666 errichtete und heute denkmalgeschützte Fachwerkgebäude auf dem Grundstück ziehen. Es ist als „Jan Pastor sin Hus“ bekannt. Im Zuge eines Umbaus des Wohnhauses, den Brötje in Absprache mit der Denkmalbehörde vornimmt, will er sich auch von einigen Stücken aus dem Privathaus trennen. Einen Verkauf plant er für Donnerstag, 14. Mai (Christi Himmelfahrt). Von 10 bis 18 Uhr ist dann auch das Bauernmuseum ohne Anmeldung zugänglich.
Auch am Pfingstspaß im Bauernmuseum hält Brötje fest. Pfingstsonntag und -montag, 24. und 25. Mai, ist jeweils von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet – ebenfalls ohne Anmeldung. Um die Bewirtung kümmert sich das „Bistro am Bahnhof“.
Das Bauernmuseum feiert in diesem Jahr im Übrigen 25-jähriges Bestehen. Besondere Veranstaltungen seien wegen der Umbaupläne allerdings nicht vorgesehen, sagt Brötje, der die Gründung eines Fördervereins plant. Besucher wird er auch ohne Jubiläumsfeier viele empfangen. Das Museum lockt längst Reisegruppen aus dem gesamten nord- und mitteldeutschen Raum.
