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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Pop-Konzert: Künstler gibt sich gern regungslos

18.04.2016

Bremen Eigentlich hatte sie sich schon verabschiedet. Jetzt ist die norwegische Popband a-ha doch noch mal zurück. Und wie. Mit einem fulminanten Feuerwerk aus aktuellen Hits und Klassikern wie „Stay On These Roads“, „Hunting High and Low“, „The Sun Always Shines On T.V.“ und natürlich „Take On Me“ – hinterlegt mit dem legendären Musikvideo aus dem Jahre 1985 – hat das Trio am Sonnabend in der nahezu ausverkauften Bremer ÖVB-Arena vor rund 12 000 Besuchern im Rahmen seiner „Cast In Steel“-Tour das Publikum von den Stühlen gerissen.

Dabei war es vor allem der zwar mittlerweile 56-jährige, aber scheinbar ewig jugendliche Sänger Morten Harket, der die Frauen im Publikum zum Kreischen brachte.

Er selbst kreischte keineswegs. Harket zieht seine Falsettstimme noch immer problemlos in die Höhen. Da klingt kein falscher Ton, die gesamte Band lieferte eine einwandfreie Show ab – musikalisch jedenfalls. Denn Frontmann Morten Harket überzeugt zwar als Künstler, das Singen gelingt ihm mühelos. Aber ob es ihm so richtig Spaß macht, noch mal mit seinen „Jungs“ von früher auf Tour zu gehen, darf bezweifelt werden.

Interaktion kommt bei Harket so gut wie gar nicht vor – weder auf der Bühne, noch mit dem Publikum. Selbst bei rockigen Songs wie „The Sun Always Shines On T.V.“ steht der Sänger, der mit den Jahren vom Teenie- zum Frauenschwarm geworden ist, fast regungslos auf der Bühne, meist mit dem linken Daumen locker in der Hosentasche.

Doch das macht nichts, das Publikum verzeiht dem smarten, immer noch schlanken Musiker mit dem markanten Gesicht und der beeindruckenden Stimme seine zurückhaltende Bühnenpräsenz schnell. Er braucht auch gar keine große Show zu machen, seine Stimme und sein Charisma reichen völlig aus.

Das Publikum geht vom ersten bis zum letzten Takt mit. Wie könnte es auch anders sein, wenn Harket seine Flieger-Sonnenbrille abnimmt, mit Hundeblick in die Kamera schaut, charmant lächelt und das Ganze auf große Leinwände projiziert wird. Da bekommen die Damen im Saal weiche Knie und feuchte Augen. Echte Gänsehaut-Atmosphäre.

Darauf perfekt eingestimmt hatte zu Beginn die deutsche Pop-Rock-Band Stanfour, die von der Nordseeinsel Föhr stammt und den Bremern erstmal zum Werder-Sieg gegen Wolfsburg gratulierte. Ein geschickter Schachzug, um das Publikum auf seine Seite zu bekommen, was aber musikalisch ohnehin geglückt wäre.

Gut platziert hat a-ha auch die Zugaben. Nach exakt einer Stunde und 20 Minuten verschwand das Trio erstmals von der Bühne. Es kam aber schnell zurück mit „The Sun Always Shines On T.V.“ – die Party ging für 20 Minuten weiter. Und weg waren sie wieder. Ließen sich aber erneut nicht lange bitten und legten nach mit „Take On Me“.

Der Song setzte den Schlusspunkt eines gelungenen Konzertabends, den eine Besucherin gar als „das beste Konzert aller Zeiten“ bezeichnete und am Ende zufrieden ein Häkchen setzen konnte auf der Liste dessen, was sie unbedingt noch gemacht haben wollte in diesem Leben: Einmal a-ha live erleben.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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