Hooksiel - Äußerlich dämmert das Künstlerhaus in Hooksiel noch im Winterschlaf, hinter den Kulissen wird aber fleißig der Saisonauftakt vorbereitet. „Ein Schlachtfeld“ sei ihr Büro derzeit noch, scherzt die Leiterin des Künstlerhauses, Maria Diederichs-Bolsenkötter.
Weitaus aufgeräumter präsentiert sich hingegen das Jahresprogramm des Künstlerhauses, das Diederichs-Bolsenkötter jetzt vorstellte. Fünf Ausstellungen, Aufenthalte von zwei Künstlerinnen, die in Hooksiel ein Stipendium erhalten, dazu wieder das Kunstkarussell – das Programm ist wie üblich prall gefüllt.
Den Auftakt macht ab dem 17. März eine Ausstellung des Theater-Fotografen Iko Freese. Geboren in Esens, inzwischen wohnhaft in Berlin, präsentiert das Künstlerhaus mit „Berliner Porträts“ eine Sammlung intimer und spannender Porträtfotografien des Künstlers. Als „klar, zeitlos und puristisch“ beschreibt Diederichs-Bolsenkötter den Stil des Künstlers.
Weiter geht es ab dem 28. April mit „Ansichten - Aussichten“. Hier wird die Stipendiatin Anastasiya Nesterova farbige Holzschnitte präsentieren, die sie teilweise während ihres Aufenthalts in der Druckwerkstatt des Künstlerhauses erstellen wird. Hauptthema ihrer Arbeiten: Landschaftseindrücke. Die ukrainischen Künstlerin wurde 2012 mit dem Valentina-Rothe-Preis ausgezeichnet.
In der Hochsaison, passend zu den hoffentlich sommerlichen Temperaturen, geht es mit einem leichten und unterhaltsamen Thema weiter: „Im Augenblick“ zeigt ab dem 7. Juli Malereien der Künstlerin Marion Krause. Die Serie zeigt erste Tauchversuche von Kindern in Acryl – „großformatig, bunt und lebendig“ beschreibt Diederichs-Bolsenkötter den Stil von Krause.
Als zweite Stipendiatin präsentiert die russische Malerin Slava Seidel ab dem 8. September ihre Werke in Hooksiel. Spontane und intuitive Bilder verspricht die Ankündigung. Seidel arbeitet mit Sepiatusche, ihre Werke zeigen surreale Szenen vor beeindruckenden Architekturkulissen.
Heimatliche Malereien zeigt die letzte Ausstellung des Jahres ab dem 17. November. Die Ölgemälde von Arthur Eden-Sillenstede sind in der Region vielen bekannt. Unter anderem das Schlossmuseum in Jever und die Gemeinde Wangerland werden Bilder des „jeverländischen Chronisten“ für die Ausstellung zur Verfügung stellen. Als eines von rund 80 Projekten wird diese Ausstellung im Rahmen der Marketing-Aktion „Land der Entdeckungen“ in ganz Deutschland beworben.
Auch das „Kunstkarussell“, das Kursangebot für Kinder wird sich 2013 wieder drehen. Termine sind etwa „Drucken mit Strandgut“ am 16. Juli oder „Leuchttürme bauen am 17. Juli. Außerdem werden Kurse angeboten, Details im Internet. Die gedruckten Hefte werden ab März ausgelegt.
