Burhave - „Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“ – unter diesem Titel stand das Konzert der Sopranistin Stefanie Golisch. Sie trug mit ihrem Auftritt im Atrium dazu bei, sich an die vielen Künstler zu erinnern, die aufgrund ihrer jüdischen Abstammung während der Nazizeit verfolgt wurden. „Ein Stück Kultur wurde abrupt beendet, denn viele Künstler konnten nach Ende der Schreckenszeit nicht an ihre großen Erfolge anknüpfen“, berichtete die Sängerin.

Begleitet wurde Golisch von der Pianistin Sayaka Namizuka. Lieder aus den Goldenen 20er Jahren standen im Mittelpunkt.

Mit dem Vilja-Lied von Franz Lehar aus der Operette „Die Lustige Witwe“ begann der Abend. Lehar und sein Zeitgenosse Emmerich Kalman galten als Begründer der glorreichen Operettenära der 20er Jahre. Stefanie Golisch erinnerte auch an Hanns Eisler, den Komponisten der DDR-Nationalhymne, an Kurt Weil und Wolfgang Korngold, der nach seiner Flucht aus Deutschland Karriere als Filmkomponist in Hollywood machte. „Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“ stammt von Werner Richard Heymann. Er galt als einer der bedeutendsten Musikschöpfer der Weimarer Republik. „Ich bin auf Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, sang damals Marlene Dietrich.

Stefanie Golisch hoffte in ihren abschließenden Worten, dass sich die schrecklichen Ereignisse der deutschen Vergangenheit nie wiederholen.