Rastede - Seit Montag laufen die Vorbereitungen für die neue Ausstellung „Schichtungen“ im Palais Rastede. Am Sonntag, 12. Mai, soll die Schau mit Bildern der Bockhorner Malerin Anne Dück-von Essen und Objekten der Bremer Künstlerin Hanna Lömker-Rühmann um 11.15 Uhr mit einer Vernissage eröffnet werden.
Helfer bauen auf
Die fleißigen Helfer vom Kunst- und Kulturkreis Rastede haben deshalb gemeinsam mit Dr. Claudia Thoben, der Leiterin des Palais, die rund 100 Exponate im Erdgeschoss des Hauses verteilt. Noch einige Feinarbeiten sind zu erledigen, der Rest ist schon bereit für die Eröffnung, jedes Werk hat seinen Platz gefunden. „Unsere Helfer sind ein eingespieltes Team, da ging der Aufbau ruckzuck“, freut sich Pressesprecherin Tanja Lüers.
Von den Stücken, die bis 7. Juli zu sehen sind, ist Claudia Thoben begeistert. „Vom Stil her sind die beiden Künstlerinnen auf einer Wellenlänge“, sagt sie. Beide arbeiten auf individuelle Weise und konzentrieren sich dabei auf die Wechselwirkung von Strukturen, Formen und Farbe. Anne Dück-von Essen wendete für ihre Bilder eine komplizierte Maltechnik an, bei der sie aufs Papier mehrere Farbschichten aus Ölkreide und Acryl aufträgt. Mit unterschiedlichen Werkzeugen verbindet sie die Schichten durch Aufritzen und Abschaben. Dadurch entstehen einzigartige Werke, die mit rhythmischen Strukturen gefüllt sind, die sich in immer neuen Variationen wiederholen, verdichten und voneinander lösen. „Es ist eine Ausstellung, in der man ganz viel und genau gucken muss“, sagt Claudia Thoben.
Faszinierende Arbeiten
Die Objekte von Hanna Lömker-Rühmann faszinieren vor allem durch ihre Schlichtheit. Sie arbeitete vor allem mit Papier, Wellpappe und Pappmaché schichtet diese zu klaren geometrischen Figuren. „Es gibt bei ihren Werken immer einen Aha-Effekt. Sie sind so einfach gedacht und dadurch so faszinierend“, findet die Palais-Leiterin. Und da beide Künstlerinnen auf ihre Weise mit Schichten arbeiten, ergab sich auch der Titel der Ausstellung „Schichtungen“ ganz wie von selbst.
Bei der Vernissage am Sonntag werden beide Künstlerinnen anwesend sein, in ihre Werke einführen wird Susanne Augat, Leiterin des Kunsthauses Leer. Für die musikalische Untermalung sorgen Tim S. Yalcin (Gesang) und Lasse Dinter (Klavier).
Weil der Eröffnungstag mit dem internationalen Museumstag zusammenfällt, habe alle Gäste an diesem Datum freien Eintritt ins Palais.
