Hude - Manchmal ist bei der Organisation von Festen mit Menschen aus verschiedenen Ländern Erfindergeist gefragt. Auch wenn Afrim Zugoli dank seines Migrationshintergrundes Albanisch und Serbo-Kroatisch spricht, hilft ihm das bei einem Afghanen nichts. Dann muss eben jemand ans Telefon geholt werden, der des Deutschen und des Persischen mächtig ist. Der Hörer wird dann hin und her gereicht und der Dolmetscher am anderen Ende der Leitung übersetzt.
Aber die Überwindung dieser Hindernisse soll sich lohnen: Zugoli und Ordnungsamtsleiterin Gundula Brunken veranstalten das Fest der Kulturen am Sonnabend, 13. Juni, im Kulturhof. Das Fest beginnt um 12 und endet um 18 Uhr. Um 14 Uhr wird Bürgermeister und Schirmherr des Festes, Holger Lebedinzew, eine Eröffnungsrede halten. Die Feier soll den Kontakt zwischen Einheimischen und Migranten ermöglichen.
Nach bisherigem Stand werden etwa 200 Menschen aus Eritrea, Syrien, den Balkanländern, der Türkei, Slowakei, Italien, Polen und Afghanistan ihre Kulturen präsentieren.
Und weil Essen und Kultur einfach zusammen gehörten, können sich die Gäste des Festes an den Ständen der verschiedenen Nationalitäten gleich eine Kostprobe der kulinarischen Vielfalt gönnen.
Mit Essen allein ist es aber nicht getan. Türkische Frauen machen Handarbeiten, und einige Gruppen präsentieren Tänze aus ihrer Heimat in volkstümlicher Kleidung, musizieren und singen. Auftreten wird zum Beispiel die albanische Folklore Band Jakupi oder Djali Blaqori mit kosovarischem Migrationshintergrund. Auch deutsche Künstler werden auf der Bühne stehen. Die Huderin Merle Strudthoff und der Bremer Oliver Papke zeigen ihr Können.
Dazu organisiert das THW die Kinderunterhaltung, und der Kindergarten Gänseblümchen und die Grundschule Jägerstraße warten mit eigenem Programm auf. Auch die Zumba-Kids haben ihren Auftritt, und es gibt eine Breakdance-Vorstellung.
