Wilhelmshaven - Mit Weltrekorden wollte das 3. Streetart Festival gar nicht erst aufwarten. Nachdem im vergangenen Jahr auf dem Valoisplatz das größte 3D-Bild der Welt geschaffen wurde, begnügten sich die Organisatoren um Michael Diers in diesem Jahr mit Premieren. Neben 3D-Künstlern, Kopisten und Freien Künstlern waren erstmals Bodypainter unter den 40 Teilnehmern aus elf Nationen, die Wilhelmshaven in den Rang einer der Metropolen der Straßenmalkunst katapultieren.

So konnten die Schaulustigen aus nah und fern nicht nur 32 Bilder in unterschiedlichen Formaten bestaunen, die die Künstler auf das Pflaster in der Fußgängerzone malten. Tausendemal fotografiert wurden vor allem die hübschen Models, nachdem sie in stundenlanger Kleinstarbeit in Kunstwerke aus Fleisch und Blut verwandelt wurden. Körpermaler Jörg Düsterwald trug zu einem weiteren Erstling bei: In das von Gregor Wosik, einem der Weltrekordmaler des Vorjahrs, kreierte großformatige Segelschiff hinein malte er ein Model zu einem „lebendigen 3D-Bild“.

Die Qualität der Bilder sei noch besser als im Vorjahr, lobte Oberbürgermeister Andreas Wagner, der zusammen mit dem Künstler Buko Königshoff, den Sponsoren Marlene Grimmert, Günter Dresen und Markus Bulla sowie Michael Diers der Jury angehörte. Er sei stolz, dass so viele der besten Straßenmaler der Welt nach Wilhelmshaven gekommen seien.

Bei den freien Künstlern heimste wie im Vorjahr die Mexikanerin Adry del Rocio den ersten Preis ein, bei den Kopisten Udo Lindenthal, bei den 3D-Künstlern ebenso wie im Vorjahr Nikolai Arndt aus Marbach, der zugleich den Publikumspreis gewann, der ihm eine Reise zu einem Streetartfestival in Mexiko einbrachte.

Premiere hatte auch das Wetter. Erstmals schien während des ganzen Festivals die Sonne. Trotz des Strandwetters strömten vor allem während des verkaufsoffenen Sonntags zehntausende Besucher in die Stadt.