Hude - „Ich erzähle dir eine Geschichte…” ist eine Ausstellung in der Huder Klostermühle an der von-Witzleben-Alle überschrieben. Diese ist bis zum 26. Dezember zu sehen. Ein sehr treffender Titel, wie Rolf Vergin, Kulturbeauftragter der Gemeinde Wardenburg, bei der gut besuchten Vernissage feststellte.
Sowohl die Skulpturen von Regina Claussen-Daw aus Delmenhorst als auch die Ölbilder, Grafiken und bemalten Eier von Wassa Rosin-Bergmann aus Wardenburg erzählen dem Betrachter Geschichten. Es seien Kunstwerke, die die Fantasie anregen und die Menschen berühren, sagte Vergin, der in die Ausstellung einführte.
Das fand auch die stellvertretende Huder Bürgermeisterin Marlies Pape, die die Ausstellung offiziell eröffnete. Pape nannte als Beispiel ein Bild vom Wassa Rosin-Bergmann, das ein paar alte Schuhe zeigt. „Ich habe mir Gedanken gemacht, was der Mensch, der diese Schuhe getragen hat, alles erlebt und gefühlt hat”, sagte Pape. Schon dieses Bild in einem Vorbericht der NWZ habe Lust gemacht, die Ausstellung zu besuchen und auf Entdeckungsreise zu gehen.
Rolf Vergin verwies auf die hohe künstlerische Qualität und die wunderbare Kreativität der beiden ausstellenden Frauen. Er rief die Besucher dazu auf, in den Dialog mit den Kunstwerken zu treten, sich auf diese einzulassen. Die tiefste innere Gefühlswelt verarbeite Regina Claussen-Daw in ihren wetterfesten Skulpturen. Zuversicht, Hoffnung aber auch Dramatik spiegele sich in ihnen wider.
Wassa Rosin-Bergmann ist als gebürtige St. Petersburgerin als Kind in einer Künstlerfamilie mit der Kunst groß geworden. Ihre Miniatur-Malereien, die Ölbilder und Grafiken entstehen in einer sehr persönlichen Malweise. Ihre Porträts, die oft Menschen aus ihrem engeren Bekanntenkreis zeigen, haben etwas Besonderes. Viele ihrer Bilder beeindrucken durch die Gegensätzlichkeit von Fantasie und Wirklichkeit, wie Rolf Vergin feststellte.
„Nehmen sie sich Zeit zum Betrachten”, meinte Vergin. Dazu besteht in der Klostermühle an den Samstagen und Sonntagen im Advent, jeweils von 11 bis 18 Uhr, noch ausreichend Gelegenheit. Am 1. und 2. Weihnachtstag, ebenfalls von 11 bis 18 Uhr, ist die Ausstellung das letzte Mal geöffnet.
