Schwei - Ein aus dem unteren Teil des Stammes entstehendes Kunstwerk soll an die auf dem Kirchengelände gefällte alte Kastanie erinnern. Ein Modell des Augustgroder Holzbildhauers Claus Wettermann präsentierte Vorsitzender Dr. Cord Diekmann während der Jahreshauptversammlung des Kirchbauvereins der St.-Secundus-Kirche Schwei. Deren Teilnehmer stimmten zu, dass das Projekt vom Verein unterstützt und mit Spenden finanziert wird.

„Es hat einige kritische und zweifelnde Stimmen gegeben, ob der Baum überhaupt gefällt werden musste“, berichtete der Vorsitzende. Nach der Fällung hätte sich aber eindeutig gezeigt, dass die Kastanie bis unten verfault war Man könne jetzt ganz klar sagen, dass die Fällung kein Baumfrevel, sondern Fürsorgepflicht gewesen ist.

Für ein weiteres Projekt hat der Kirchbauverein, dem derzeit 45 Mitglieder angehören, bereits mit dem Sammeln von Spenden begonnen. Der Turm der St.-Secundus-Kirche muss saniert werden. Die Holz-Dachschindeln im unteren Bereich sind größtenteils marode und müssen ersetzt werden „Das ist ein großes Projekt“, so Cord Diekmann. Im Zuge der Sanierung sollen auch die Schallläden in Höhe der Glockenebene ersetzt und ein Teil des Mauerwerkes neu verfugt werden. Für dieses Vorhaben hofft der Verein auf Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm.

Der Vorsitzende zeigte sich in seinem Jahresbericht erfreut darüber, dass in 2015 gleich drei große Projekte abgeschlossen werden konnten: die Öffnung des Nordportals, die Restaurierung des Porträts des früheren Schweier Pastors Anton Günther Faselius sowie einer Grabplatte aus dem 13. Jahrhundert, die im Zuge der Öffnung des Nordportals zum Vorschein kam. Cord Diekmann dankte allen Akteuren, die dem Verein mit ihrem großen Engagement geholfen haben, die Projekte umzusetzen.