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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Staatstheater: Lächelnd ins musikalische Glück

08.10.2011

OLDENBURG 13 Monate ist das Oldenburgische Staatstheater ohne sein Großes Haus ausgekommen. Jetzt ist es renoviert und gut bestellt. Drei Jahre wird das Staatsorchester bis zum Sommer 2012 ohne Generalmusikdirektor ausgekommen sein. Aber dann wird auch diese Position gut bestellt sein. Roger Epple (51) wird dann Nachfolger des 2009 nach acht Jahren ausgeschiedenen Alexander Rumpf. Der Vertrag gilt bis 2016.

Roger Epple stammt aus der Nähe von Lindau am Bodensee, weshalb sein Vorname französisch ausgesprochen wird. Er hatte feste Dirigierpositionen an der Oper Leipzig und am Nationaltheater Mannheim inne. Acht Jahre wirkte er als Generalmusikdirektor am Opernhaus Halle/Saale. Seitdem ist er als freier Dirigent an namhaften Häusern gefragt wie Staatsoper Berlin, Deutsche Oper Berlin oder Hamburgische Staatsoper. Hinzu kommen renommierte Festivals. Epple hat 40 Uraufführungen geleitet, etwa von Egon Wellesz, Alfred Schnittke oder Paul Dessau. Für seine CD-Aufnahmen erhielt er den Echo-Preis.

Langwierige Suche

Der Theater-Verwaltungsausschuss hatte sich mit allen zehn Stimmen auf Epple festgelegt. Am Freitag unterschrieb Wissenschafts- und Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) die klare Empfehlung: „Das ist eine hervorragende Wahl für Oldenburg!”

Generalintendant Markus Müller beschenkt sich gleich doppelt. Er konnte nämlich auch Thomas Dorsch längerfristig binden. Der derzeitige Musikalische Oberleiter wird ab 2012 offiziell Stellvertreter des GMD. Müller: „Das würdigt seine vorzügliche Arbeit. Welches Haus hat schon zwei derart prägende Dirigenten?”

103 Dirigenten hatten sich 2007 auf die Ausschreibung der GMD-Position beworben. Am Ende erhielt Jochem Hochstenbach im Orchester zwar mit 43 Prozent das beste Votum. Doch sowohl Theater als auch der Karlsruher Kapellmeister winkten ab: Ohne Mehrheit fehlte ihnen Vertrauens-Sicherheit.

Die langwierige GMD-Findung kommt also zu einem guten Ende. Ohne Zwänge nutzten Theaterleitung und Orchester die Gastdirigate, um Orchesterleiter intensiv begutachten. Mit den besten suchten sie das Gespräch. So „erwischte” es auch Epple, der sich im März auf die Leitung der „Aida” eingelassen hatte. „Der Gedanke an eine feste Bindung wurde plötzlich akut”, sagt Epple über seine sieben Arbeitswochen zwischen ersten Proben und Premiere. Er spürte motivierende Stimmung und ideenreiche Programme.

Sehr vertraut

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Auch ein Mann, der zwischen Brüssel, Singapur, oder München in Opernhäusern und Konzertsälen aufgetreten ist, entdeckt am kleinsten Staatstheater Deutschlands besondere Reize. „In den großen Orchestern wechseln die Besetzungen oft”, führt er aus. „Hier aber habe ich es mit einem sehr miteinander vertrauten Musikerkreis zu tun.” Auch die Oldenburger „Aida” bestärkt seine Wahrnehmung: „Große Apparate sind oft festgefahren. Die Aufsehen erregenden Leistungen erbringt heute die Provinz.“

Epple hat auch die Stadt schon begutachtet, um zu erkennen, „wie stark das Theater verankert ist”. Was ist ihm bei den Oldenburgern aufgefallen? „Die Leute lächeln hier auch im Alltag”, sagt Epple – und lächelt zurück: „Das gibt es nicht oft.” So wird er auch mit seiner Familie in Oldenburg heimisch werden.

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