Kampe - Es gibt immer weniger Priester: Längst nicht mehr in allen Orten kann ein Priester präsent sein. Der fehlende Nachwuchs bringt die Struktur der Territorial-Seelsorge, also der Pfarrgemeinden, an ihre Grenzen. Da nicht jede Gemeinde mit einem leitenden Pfarrer besetzt werden kann, behilft man sich aus der Not heraus mit „Seelsorgeeinheiten“. „Daher stellt sich auch in Kampe die Frage, welche Aufgaben die Menschen hier vor Ort für die Kirche St. Josef übernehmen können“, meinte der Pfarrer der Kirchengemeinde St. Marien Friesoythe, Michael Borth, auf einer offenen Gemeindeversammlung am Mittwochabend im Pfarrheim Kampe.
Klar sei, dass der Priestermangel die Ehrenamtlichen auf den Plan rufe. Es gehe aber nicht darum, überarbeitete Priester zu entlasten, sondern vielmehr darum, was man vor Ort in Eigenverantwortung übernehmen könne – beispielsweise durch ausgebildete Laien. „Die Zeiten, wo der mittlerweile verstorbene Pfarrer Edmund Plen vor Ort war, sind vorbei“, so Borth.
„Wir müssen und wollen im Ortsteil Kampe mit seinen rund 700 Katholiken das Kirchliche lebendig halten und verhindern, dass keiner mehr zur Kirche geht oder das Gotteshaus gar geschlossen wird“, meint er weiter. Er sagte den Kampern Unterstützung in der Seelsorge zu.
Auf der Gemeindeversammlung ging es auch um den Pastoralplan bis 2020. Die Sprecher des Ortsausschusses Markus Meyer und Annegret Frerichs berichteten über die kirchlichen Aktivitäten seit der Fusionierung im Jahr 2008. Im kommenden Jahr gibt es finanzielle Herausforderung für die Kirchengemeinde St. Josef. Die Heizungsanlage muss erneuert werden. Das schlägt mit rund 3000 Euro zu Buche. Außerdem muss etwas an der Beleuchtung für rund 1400 Euro gemacht werden. Das sei aus dem laufenden Kirchenetat nicht so leicht zu Schultern, meinte Pfarrer Borth.
