• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

Land sichert Emder Kunsthalle ab

07.08.2014

Emden Auf die Finanzspritze aus Hannover musste Eske Nannen lange warten und lange dafür kämpfen: Das Land Niedersachsen erhöht seine jährliche Förderung der defizitären Kunsthalle Emden um 200 000 Euro auf 850 000 Euro, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur am Mittwoch bekanntgab. „Dankbarkeit“ war das erste Gefühl, das die Geschäftsführerin daraufhin zum Ausdruck brachte. Auch wenn damit noch nicht all ihre Sorgen aus der Welt sind.

Klares Fahrwasser

Eigentlich war der Kunsthalle eine höhere Förderung in Aussicht gestellt worden: Bereits 2012 hatte die frühere Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) eine Erhöhung der Landesmittel um 300 000 Euro auf 950 000 Euro zugesagt. Zur Umsetzung war es aber vor und nach der Landtagswahl im Januar 2013 nicht mehr gekommen.

„Jetzt kommen wir endlich in klares Fahrwasser“, sagte Vorstandsvorsitzender Folkert Hinrichs von der Kunsthallen-Stiftung. Das von Henri und Eske Nannen gegründete Haus hat seit mehreren Jahren eine Finanzierungslücke. Die Kosten waren durch die Vergrößerung des Hauses, den Betrieb und Ausgaben für Sicherheit und Ausstellungen gestiegen. Zuvor hatte schon die Stadt Emden ihre jährliche Förderung auf 550 000 Euro fast verdoppelt – nicht nur für die Kunsthalle, sondern auch für die Malschule.

Der Jahreshaushalt des kleinen, feinen Museums von zwei bis drei Millionen Euro kann nur dank der laufenden Unterstützung von Stadt und Land gedeckt werden. Dennoch gibt es derzeit ein Defizit von 500 000 Euro, das abgebaut werden muss. Dazu will das Wissenschaftsministerium im Herbst eine einmalige Sonderzuwendung von 100 000 Euro ausschütten. Auch Sparmaßnahmen sind im Gespräch.

Weiteres Geld erhofft sich die 72-Jährige vom Erlös einer Auktion am 14. November in Schloss Herrenhausen in Hannover, bei der etwa 30 namentlich noch nicht genannte Künstler ihre Kunstwerke zur Verfügung stellen. Aus dem eigenen Stiftungsbesitz dürfen keine Werke veräußert werden. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wird Schirmherr der Auktion.

Aber Jammern, das weiß jeder, der die engagierte Geschäftsführerin kennt, ist Eske Nannens Sache nicht. Es habe in der Vergangenheit immer wieder Momente gegeben, sagt sie, in denen es finanziell knapp war. Und immer wieder habe sie es gemeinsam mit ihrem Team geschafft: „Wir kämpfen weiter.“

Gauck als Schirmherr

Derzeit ist in der Kunsthalle eine große Ausstellung mit rund 70 Werken des Expressionisten Alexej Jawlensky zu sehen, die mit etwa 40 Gemälden von Malern ergänzt werden, die ihn maßgeblich beeinflusst haben. Die Schirmherrschaft hat kein Geringerer als Bundespräsident Joachim Gauck übernommen.

Weitere Nachrichten:

Kunsthalle Emden | CDU | Malschule | SPD

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.