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Aktualisiert vor 8 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Pressefotos und Zauberwürfel

11.01.2018

Oldenburg Hier wird ein Mörder gefeiert. Sagen die einen. Das Bild bringt den Hass der Terroristen auf den Punkt, sagen die anderen.

Am Tag nach dem Attentat hat diese Zeitung das Foto nicht abgedruckt. Wie auch immer: Jetzt ist es das Pressefoto des Jahres 2017. Es zeigt den Mörder des russischen Botschafters in der Türkei. Der Täter steht unmittelbar nach dem Mord in Siegerpose da, eingefangen auf einem Foto vom zufällig vorbeigekommenen Burhan Ozbilici.

Auch zu sehen

Eine Kabinettschau der Porträtistin Marie Stein-Ranke (10. März bis 8. Juli, Prinzenpalais), neue Keramik (4. August bis 15. September, Schloss) und „Weihnachten in Oldenburg damals und heute“ (6. November bis 30. Dezember, Prinzenpalais).

„Das Foto zeigen wir auch in der Ausstellung“, betont Rainer Stamm, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Oldenburg. Dann kommt sein deutliches Aber.

Mobile Ungetüme

Können Fakten zu hart sein? Jedenfalls hängt Stamm das Thema eine Etage tiefer: „Wir wollen nicht den Täter feiern“, argumentiert er. Deshalb soll die Kategorie Natur in der Welt-Pressefoto-Schau vom 16. Februar bis zum 11. März im Zentrum stehen, deshalb wird man eine Riesenschildkröte (ein wunderbares Bild) als Werbemotiv feiern, deshalb wird der Preisträger in der Kategorie Natur, Francis Perez, die Schau eröffnen.

Stamm (50), der jetzt sein Jahresprogramm vorstellte, hält sich sonst gern an Fakten – besonders, wenn sie positiv sind. Sein Museum – bestehend aus Schloss, Augusteum und Prinzenpalais – konnte 2017 insgesamt 67 247 Besucher verzeichnen. Das ist die zweithöchste Besucherzahl der letzten zehn Jahre. Nur 2016 kamen fast genau 80 000 – „geschuldet auch dem ersten Jahr des sanierten Augusteums“, so Stamm.

Ein Hauptmagnet des Ausstellungsjahres 2018 wird wieder die bedenkenlos genießbare Schau „World Press Photo“, werden. Die macht zum dritten Mal in Oldenburg Station. Zugkraft könnten auch die Blumenwelten von Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff entwickeln, zu sehen vom 26. Mai bis zum 19. August.

Am 25. November folgt als weitere größere Schau „Madonna, Manta, Mauerfall“. Der hübsche Stabreim beleuchtet die achtziger Jahre der Bundesrepublik – das ist bereits die vierte Schau in einer Reihe, die einst mit den fünfziger Jahren startete.

Was die Achtziger ausmachte? Kurator Michael Reinbold greift mal eben in die Kiste. Zum Beispiel die ersten mobilen Telefone – furchtbare Ungetüme. Oder ein bunter Zauberwürfel, an dem man ewig fummelt.

Edition Suhrkamp

Stolz ist Stamm zu Recht auf die neugestaltete Abteilung Kunstgewerbe und Design. Sein Haus, das sich ja nicht festlegen lässt und im Grunde von der Ritterrüstung bis zum Informel alles zeigt, hat etwa 500 Objekte entsprechend aus 1000 Jahren gefischt und geordnet.

Das ist sehenswert: Die Räume in kräftigsten Farben – darunter Blau, Rot, Grün. Die Objekte vom transportablen Mini-Altar aus Friesoythe aus dem 11. Jahrhundert bis zu den bunten Bänden der Edition Suhrkamp allesamt zum Staunen. So können Fakten bedenkenlos erfreuen.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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