LANDKREIS - „Alles friedlich, alles cool“ heißt der Titel des neuen Stücks, das die Theater-AG der Graf-Anton-Günther-Schule am Freitag, 1. April, 19.30 Uhr zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellt. Ganz so locker, wie es der Titel suggeriert, ist die Geschichte aber nicht. Gleich zu Beginn des Stücks stirbt ein Schüler. Der 15-Jährige wählt den Freitod, weil er keinen anderen Ausweg unter dem Druck seiner Umwelt sieht.
Wie es zu dem schrecklichen Ende kommen kann, wird in Rückblenden erzählt. „Das Stück zum Thema Mobbing ist aus Schülerideen entstanden“, verrät Lehrerin Sabine Nolte, die die Theater-AG seit 20 Jahren leitet. Die Zuschauer erwartet schwere Kost: Elternhaus, Freunde und Schule haben versagt, sie beschuldigen sich gegenseitig und tragen doch einen wichtigen Teil der Verantwortung am Tod des Jungen.
Umso beeindruckender ist, wie die jungen Schüler – die Darsteller stammen sämtlich aus der Sekundarstufe I – die Geschichte auf die Bühne bringen. Seit September proben die Siebt- bis Zehntklässler bereits. Vom 17. bis 19. März zog sich das gesamte Team ins Kloster Frenswegen, nordwestlich der Stadt Nordhorn, zur intensiven Vorbereitung zurück.
So mancher Zuschauer werde angesichts des Themas vielleicht erst einmal schlucken, vermutet Nolte. Sie ist aber überzeugt, dass auch in diesem Jahr das Publikum von der Mischung aus Theater und druckvoller Musik mitgerissen wird. Viele der Texte stammen aus der Feder von Frank Richter, die Eigenkompositionen von ihm und Combo-Leiter Jörg Olesch werden von einer druckvollen Bläsergruppe und Band interpretiert. Auch zwei Austauschschüler stehen auf der Bühne: Andrei Cretu aus Rumänien und die Litauerin Monika Valkiunaite schlüpfen in Elternrollen.
Ein Happy End im klassischen Sinne, so viel steht schon fest, kann es bei dem Stück nicht geben. Aber vielleicht gibt es ja Hoffnung, dass eines Tages der Titel wirklich zutrifft: „Alles friedlich, alles cool“.
