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Langwarder Groden Sorgen wegen Frevel an der Natur

Rolf Bultmann

LANGWARDEN - Nicht nur viel Zuspruch von den Besuchern, sondern auch künstlerische Unterstützung erhielt der Förderverein Langwarder Groden am Sonntag bei seinem Grodenfest. Während Udo Tölke eine von ihm komponierte „Ode an den Langwarder Groden“ präsentierte, forderte Bernd „Bulti“ Bultmann in einem von ihm getexteten Grodenlied dazu auf, die geplanten Ausgleichsmaßnahmen zu stoppen.

„Wenn sich in Wilhelmshaven jemand ein neues Auto kauft, müsste ich in meinem Fahrzeug den Airbag und den Sicherheitsgurt ausbauen“, stellte „Bulti“ einen Vergleich zum Bau des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven und den dafür planfestgestellten ökologischen Ausgleichsmaßnahmen im Langwarder Groden an.

„Wir Butjenter hoch im Norden, gelten oft als still und stur, doch wir haben großen Sorgen bei diesem Frevel an Natur. Unsern Groden einfach schleifen, dazu noch Kraftwerk und Port, konnt ihr Herrn denn nicht begreifen, das uns die Gäste laufen fort“, lautet eine der fünf Strophen des Grodenlieds, für das der Tossenser Lehrer viel Beifall erntete.

Ode an den Groden

Instrumental präsentierte Udo Tölke (Orgel), der von Beate Hermenau (Geige), Ute Extra (Klarinette) und Charlotte Tölke (Vocal) unterstützt wurde, seine „Ode an den Langwarden Groden“, die die Besucher die artenreichen Tier- und Pflanzenwelt in dem noch eingedeichten Kleinod erahnen ließ.

Rockig ging es beim Auftritt der Tossenser Nachwuchsband „No man’s land“ zu. Tim Reiners, Jeremiah Domingues, Sören Kaethner und Vladimir Müller unterhielten die Besucher zum Teil mit eigenen Songs.

Nach einem Zeltgottesdienst mit Lektor Eilert Cornelius hatte bereits das Burhaver Akkordeon-Ensemble Nordseekrabben für musikalische Unterhaltung gesorgt. Unterstützt wurde der Förderverein auch von der Kreisjägerschaft, die mit ihrem Infomobil am Grodenfest teilnahm.

Der Dank von Dieter Brockhoff, Vorsitzender des Fördervereins Langwarder Groden, galt aber auch den Familien der 16 Pächter der landwirtschaftlichen Flächen des 140 Hektar großes Areals, die den Kuchen für die Besucher des Grodenfestes gebacken hatten.

Zustimmung geerntet

Wie bereits berichtet, ernteten die Verantwortlichen des Fördervereins von den Besuchern des Grodenfestes viel Zustimmung für ihren Kampf um den Erhalt des Langwarder Grodens. Der Förderverein möchte verhindern, dass es zu einer Schleifung, wie es im Planfeststellungsbeschluss angeordnet ist, oder zu einer Öffnung des Vordeiches kommt. Auch eine Vernässung des Großteils des Areals, damit dort neue Salzwiesen entstehen können, wird angelehnt.

Grund zur Freude hatte beim Grodenfest Heinz Jacobs. Er gewann bei einer Verlosung den vom Sunparks Nordseeküste gestifteten Hauptpreis und darf nunmehr für eine Woche ein Ferienhaus für sechs Personen in der Tossenser Anlage nutzen. Bei dem Gewinnspiel des Fördervereins wurden weitere Sachpreise im Gesamtwert von 1000 Euro verlost.

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