LANGWARDEN - Endlich gab es bei einem der traditionsreichsten Feste wieder einen Lichtblick. Der Langwarder Goosmart scheint nach einer radikalen Schrumpfungskur wieder im Aufwind zu sein. Freude herrscht deshalb beim Bürgerverein Langwarden, der in den vergangenen Jahren immer mehr mit Besucherrückgängen zu tun hatte. Diese Probleme sind zwar auch nun nicht aus der Welt, aber die Bilanz des Goosmarts 2010 gibt doch Grund zur Hoffnung.
Zunächst einmal dürfte der Bürgerverein im Gegensatz zu den vergangenen zwei Jahren nicht mehr mit einem finanziellen Minus aus dem Goosmart herausgehen. Der Vorstand hatte bei der Größe des Festes Abstriche gemacht und erstmals kein großes Festzelt mehr gebucht. Alle Kegelwettbewerbe und auch der Goosmart selber fanden erstmals im kleineren, aber vereinseigenen Zelt statt.
Und das war während des Festes mehrmals gut gefüllt oder sogar zu klein. Am traditionellen Festtag zählte der Bürgerverein doppelt oder fast dreimal so viele Besucher wie im Vorjahr. Und das, obwohl es in diesem Jahr keinen Tanz, sondern „nur“ ein gemütliches Beisammensein gab.
Zelt zu klein
Gut besucht war auch der Seniorennachmittag, bei dem zur Kaffeetafel Musik und Geschichten vorgetragen wurden. Beim plattdeutschen Gottesdienst von Pastor Hartmut Blankemeyer und dem Kirchenchor war das Zelt sogar zu klein. Auch fand wieder das Kinderfest mit einer Hüpfburg, Tanz und Gesang statt.
Zum Goosmart in Langwarden gehört auch untrennbar ein Festumzug durch das historische Wurtendorf. In diesem Jahr wurde er von der Schildträgerin Lea Schneider angeführt. Für Musik sorgten Hans-Jürgen Behrens und der Bürgervereinsvorsitzende Bernhard Hansing mit seiner Teufelsgeige.
Als „Pferdchen“ zogen in diesem Jahr Tiara und Tjarde Memenga die Kutsche der Gänseliesel. Als Kutscher saß Finn Schröder vorn im geschmückten Bollerwagen, während es sich die Gänseliesel Tineke Memenga hinten gemütlich machte. Erstmals mit dabei beim Umzug waren auch drei Lamas von der Lama-Ranch in Mürrwarden.
Vor dem Goosmart liegt für den Bürgerverein auch immer eine Woche Kegeln. In diesem Jahr konnte Kai Lüdemann den Kegelwettbewerb der Erwachsenen mit 24 Holz für sich entscheiden. Im Stechen um den 2. Platz siegte Rüdiger Bausch gegen Heidi Kegel, denn beide hatten zuvor 23 Holz erreicht.
Stechen entscheidet
Bei den Kindern bis sechs Jahre gewann Finn Schröder mit 16 Holz vor den vier Zweitplatzierten Tineke Memenga, Hauke Rehbronn, Niklas Brouwer und Leon Wachtmeister. Sie alle hatten 15 Holz geworfen. In der Altersklasse sechs bis zehn Jahre gab es ebenfalls ein Stechen um die ersten drei Plätze, das aber schließlich Jule Töllner vor Lea Schröder und Lea Wachtmeister für sich entschied. Rene´ Nickel gewann dann die Wertung der Teilnehmer von zehn bis 15 Jahren. Er verwies Patrick Tetzner und Laura Wemken auf die Plätze.
