LASTRUP - „Sind die aber niedlich“, ruft Julia, als sie die Irish-Setter-Welpen nicht nur mit kleinen Leckerlis verwöhnen, sondern sie auch streicheln und auf den Arm nehmen darf. Am liebsten hätte die Siebenjährige den jungen Hund gleich mit nach Hause genommen. Aber nicht nur von den Welpen waren Julia und die anderen 110 Kinder begeistert: Der Lastruper Hegering hatte für sie zum dritten Mal die Veranstaltung „Mit dem Jäger ins Revier“ organisiert. Am Treffpunkt beim Dorfgemeinschaftshaus in Schnelten gaben die Jagdhornbläser des Hegerings das Startzeichen. Dann ging es mit vier Jagdwagen ins Revier.

Hier hatten die Jäger acht Stationen aufgebaut, um die Kinder an die Natur heranzuführen. „Denn wer die Natur nicht kennt, kann sie später auch nicht schützen. Die Kenntnisse über die heimische Tier- und Pflanzenwelt werden immer geringer“, weiß nicht nur der Organisator dieser Ferienveranstaltung, Bernd Böckmann. So durften die Grundschulkinder nicht nur „niedliche“ Hundewelpen füttern und streicheln, sie lernten auch vieles über die Arbeit mit dem Jagdhund.

Die Lastruper Jäger versuchten, den Kindern die Vielfältigkeit der Natur zu vermitteln. So sollten sie zum Beispiel auch Gehörne, Geweihe, Decken und Bälge kennen und unterscheiden lernen.

„Sind die Tiere echt?“ fragten einige Kinder beim Anblick verschiedener Tierpräparate. Nur vorsichtig wagten sie es, einen Raubvogel oder einen Fuchs zu streicheln. Spannend wurde es, als Förster Hubert Brüning die Jagd mit dem Frettchen erklärte und dabei ein lebendes Frettchen in die mit Handschuhen vor den Bissen geschützte Hand nahm. In der rollenden Waldschule demonstrierte Dirk Albers die Lebensweise der heimischen Wildtiere.

Besonderen Spaß hatten die Kinder, als sie vom Hochsitz aus die Natur beobachten durften oder mit dem Bogen Schießübungen veranstalten konnten. Dabei stellten sich einige Kinder durchaus geschickter an als einige Erwachsene, die als Gäste vor Ort waren.

Alle Teilnehmer wurden nach einer Stärkung mit Bratwurst und Getränken mit dem Kinder-Jagdschein und einem Lern-Malbuch zu den heimischen Tierarten belohnt. „Die Welpen waren so süß, aber ich habe auch viel über Tiere gelernt. Es war ganz toll“, freute sich die siebenjährige Matilda. „Nächstes Jahr mach ich wieder mit“, sagte Fiona.