Lastrup - Verena Rammler (30) möchte das neue Bürgerhaus mit Leben füllen. So würde sie gern ein kleines Kulturprogramm in der ehemaligen Scheune initiieren. „Hier stelle ich mir Aufführungen von Musikgruppen, Lesungen, kleine Shows oder aber Kunstausstellungen vor“, sagte die 30-jährige Sozialkoordinatorin der Gemeinde Lastrup den Mitgliedern des Heimatvereins beim bunten Abend. Michael Wlodarzcak unterhielt die Besucher anschließend mit teilweise plattdeutschen Liedern zum Mitsingen und -schunkeln. Unter Leitung von Elisabeth Lüdeke gab es bei einigen Bingo-Spielen kleine Preise.

Am 1. November tritt Rammler als Sozialkoordinatorin ihr Amt bei der Gemeinde an und ist damit für das Bürgerhaus zuständig. Zunächst gehe es darum, das neue Bürgerhaus mit Leben zu füllen. Sie hoffe, auch mit der evangelischen Kirche, die ein tolles Kulturprogramm biete, zusammenarbeiten zu können. Mit Vereinen, die Räumlichkeiten im Bürgerhaus wünschen, werde sie Terminabsprachen treffen, so die Bachelor-Absolventin (Theologie und Latein). Außerdem hoffe sie, dass sich eine Gruppe oder ein Verein findet, der am Sonntag dort Kaffee und Kuchen anbietet, damit das Haus zu einem Treffpunkt für alle Bürger werde.

Aber Rammler hat noch einen weiteren Plan: „Ich möchte dazu beitragen, dass die Menschen in Lastrup und umzu möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden leben können.“ Einigen Menschen falle es im Alter schwer, kleinere Tätigkeiten wie Gardinen aufhängen oder Rasen mähen zu verrichten. Dafür könne man nicht immer ein Unternehmen anrufen. Andererseits gebe es Personen, die nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit eine sinngebende Beschäftigung wünschen. Dabei macht Rammler klar, dass es nicht darum gehe, Unternehmen Aufträge wegzunehmen. „Aber viele Menschen mögen bei kleinen Hilfsleistungen nicht immer die Nachbarn fragen. Hier im Haus der lebendigen Mitte finden sie einen Ansprechpartner.“