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Veranstaltung Laute Töne im grünen Paradies

Gabriele Bode

Kirchkimmen - Um Kirchkimmen machten die vorhergesagten Orkanböen am Sonnabend zum Glück einen großen Bogen. Und von ein paar Regentropfen ließ sich die immer größer werdende Fangemeinde des „Garden of Voices Festival“ zum Glück den Spaß nicht verderben. Es wäre auch zu schade gewesen, wenn die mittlerweile vierte Auflage dieses ganz besonderen Open-Air-Festivals in Stünkels Gartenparadies hätte ausfallen müssen.

Sechs Bands aufgetreten

Sechs internationale Bands, von denen die Oldenburger Indie-Rock-Combo „Lee Jay Cop“ am Nachmittag den musikalischen Auftakt machte, heizten dem Publikum mächtig ein. Die englische Punk-Band „Crazy Arm“, die als Sextett mit Geige und ihrer ganz besonderen Mischung aus Punk und Folk auch bei den vielen Gästen jenseits der 20 bestens ankam, löste sie auf der Bühne ab. „Gestern haben sie noch in Belgien gespielt. Eigentlich war geplant, dass die Band bei uns im Waldhaus übernachtet. Das ist schließlich wesentlich angenehmer als so ein Tourbus. Doch irgendwie hat sich ihre Fahrt verzögert“, verriet Stefan Kunst, Schwiegersohn der Gastgeber Hilde und Horst Stünkel und Vater von Henry Kunst, einem der Initiatoren.

Während 2012 alles ganz klein begann, habe sich das „Garden of Voices Festival“ inzwischen zum Selbstläufer entwickelt, bei dem viele Bands mittlerweile ganz alleine nach Auftritten fragen, so die Erfahrung von Stefan Kunst, der genau wie rund 350 andere Musikfans aller Altersgruppen die ungewohnt lauten Töne im grünen Paradies genoss.

Weil die Niederländer „The Road Home“ ihren Auftritt kurzfristig wegen Bandauflösung absagten, sprang nach den englischen Punkrockern „Grillmaster Flash“ ein. Mit seinen Liedtexten brachte der Bremer das Publikum immer wieder zum Lachen. Und gut gelaunt ging es mit John Allen und „Letterbox Salvation“ weiter. Für den Auftritt der Headliner „Liedfett“ zogen alle schließlich aufgrund des immer stärker werdenden Regens in die kleine Gartenhalle um, wo bis nach Mitternacht kräftig die Bässe dröhnten.

Ein Jahr Arbeit

Viel Spaß mache dieses Projekt der gesamten Familie und den Freunden, selbst wenn jedes Mal fast ein ganzes Jahr Arbeit darin stecke, versicherte Stefan Kunst. Ganz ohne Schäden an dem wunderschönen Gartenparadies in Kirchkimmen verlief das Festival auch dieses Mal wieder.

Angst um ihre Beete habe sie dabei nie, sagte die 82-Jährige Gastgeberin Hilde Stünkel, die genau wie ihr Mann den Trubel und die Musik genoss. Und viel Spaß machte der ganzen Familie am nächsten Morgen auch das Frühstück mit den Hamburgern von „Liedfett“, die gerne die Einladung zur Übernachtung annahmen.

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