Von Klaus Homola
Frage:
Seit wann sind Sie im Kindergarten tätig und wie kamen Sie dazu?Schröder:
Seit Anfang September bin ich hier. Ich soll die musikalische Früherziehung der Kinder vorantreiben.Frage:
Was sind Sie von Ihrer Ausbildung her?Schröder:
Ich habe ein musikalisches Hochschulstudium für Bassposaune und Klavier absolviert. Danach war ich als Tischler in Wilhelmshaven selbstständig und habe eine Insolvenz hinter mir. Seither lebe ich in der „gesicherten Armut“.Frage:
Wie gehen Sie damit um?Schröder:
Für viele ALG II-Empfänger ist es schmerzlich, dass sie ihre Kenntnisse und ihr ganzes Wissen in ihre Arbeit einfließen lassen und nach einem Jahr wieder aus dieser Maßnahme entlassen werden, ohne Chance auf Weiterbeschäftigung in dieser Stelle. Trotzdem macht es mir viel Freude, mit den Kinder zu arbeiten. Demnächst wollen wir Musikblasinstrumente aus Holz herstellen.Hans-Martin Schröder erhält Arbeitslosengeld II und macht einen Zusatzjob im Kindergarten Tettens. Im NWZ -Interview berichtet er von seiner Tätigkeit.
