Düngstrup/Bühren - „70 Teilnehmer zeigen mir, dass Heimatkunde nicht langweilig und uninteressant sein muss“, freute sich Hergen Stolle, Vorsitzender des Heimatvereins Düngstrup am Sonntagnachmittag beim Schützenhaus in Bühren.
Von dort waren Einwohner im Alter von sechs bis 80 Jahren aus der Landgemeinde, aber auch zum Teil aus Wildeshausen direkt zur dritten Dorfbereisung aufgebrochen. Darunter auch Bürgermeister Jens Kuraschinski.
Eingeladen zum Besuch hatten diesmal die Dorfgemeinschaften aus Bühren und Pestrup. Sie folgen damit den Holzhausern, die die erste Dorfbereisung vor zwei Jahren gestaltet hatten, und den Düngstrupern, die im vergangenen Jahr Gastgeber waren.
Drei Fahrradgruppen und zwei Kremser starteten mittags beim Schützenhaus. „An jedem Gehöft stand jemand bereit, um die Geschichte um Eigentum und Landwirtschaft zu erzählen“, erklärte Hergen Stolle, der vor drei Jahren die Idee zu der Dorfbereisung hatte.
Viel Interessantes gab es zu hören, zum Beispiel über das Reichsarbeitslager in Bühren, das seine Anfänge schon zu Zeiten der Weimarer-Republik hatte.
Von Vergangenheit bis Gegenwart reichten die Ausführungen, die von den Teilnehmern der Dorfbereisung förmlich aufgesogen wurden und auch Gesprächsthema an diesen Nachmittag blieben.
Nach drei Stunden kehrten die Gruppen gegen 17 Uhr wieder beim Schützenhaus in Bühren ein. Dort hatte Stefan Thuns schon eine leckere Bratwurst für jeden zubereitet. Und auch Getränke fehlten nicht.
Als Dankeschön für die Vorbereitung erhielten die beiden Dörfer Pestrup und Bühren vom Heimatverein eine schmucke Holzbank, die Hergen Stolle übergab.
Als Standort schlug er den Platz vor dem Schießstand vor. „Das Schützenhaus liegt zwischen beiden Dörfern und kann dann von allen genutzt werden.“ Doch darüber werden die Dorfbewohner sicherlich noch eine Diskussion führen.
Den Ablauf der Dorfbereisung organisiert hatten Ralf Großmann, Oliver Pleus und Günter Voß.
