Seefeld - Mit „Bravo“- und „Prima“-Rufen bedachten die rund 45 Zuhörer das Trio Luz y Sombra aus Berlin, das am Sonnabend ein Gastspiel in der Seefelder Mühle absolvierte. Das sehr hochwertige Konzert gefiel dem Publikum und es gab seiner Begeisterung mit viel Applaus Ausdruck.

Luz y Sombra, das sind drei junge Frauen, die sich beim gemeinsamen Musikstudium in Berlin kennengelernt haben. Schnell kristallisierte sich die gemeinsame Liebe zu dem argentinischen Ausnahmekomponisten Astor Piazolla heraus. Die logische Folge war die Gründung einer Formation und die Erarbeitung und eigenständige Interpretation von Piazollas Stücken.

In das Seefelder Kulturzentrum brachten sie unter anderem mehrere Stücke aus dem Engelzyklus mit und ließen mal den Teufel und mal den Engel musikalisch zu Wort kommen.

Das Trio besteht zwar schon seit 2006, spielt aber in der momentanen Besetzung mit Miriam Erttmann an der Violine, Katja Steinhauser am Piano und Kymia Kermani an der Klarinette erst seit zwei Jahren. Ausnahmslos Stücke von Piazolla stimmen die jungen Musikerinnen seither an.

Auch der Trio-Name Luz y Sombra (Licht und Schatten) rührt von einem Stück Piazollas her, welches diesen Titel trägt. „Lebensfreude und Schmerz finden sich gleichermaßen in Piazollas Stücken“, erklärte Miriam Erttmann.

Mit ihrer zweiten CD „Milonga loca“ sind sie derzeit auf Europa-Tournee und treten in ganz Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden auf. Berlin sei die zweitgrößte Tango-Stadt der Welt nach Buenos Aires, berichtete Miriam Erttmann und brachte den Zuhörern die Stücke mit kleinen Erklärungen näher.

Vor allem wegen der Milonga, den Tango-Tanzdielen, sei Berlin so interessant. Nicht von ungefähr heißt eben auch die CD „verrückte Milonga“, was das Trio in der Seefelder Mühle auch musikalisch gekonnt umzusetzen wusste.