Oldenburg - Auch ein eher komplizierter Titel schützt vor dauerhaftem Erfolg nicht. Das beweist die „Vintage Guitar Show“, die an diesem Wochenende bereits zum 28. Mal in Oldenburg stattfindet. Es geht dabei um – wie der Name sagt – alte oder besser um historisch wertvolle Gitarren, die am 2. November (10 bis 18 Uhr) und 3. November (11 bis 16 Uhr) im Aulabereich der IGS Flötenteich ausgestellt sind.
Ein ziemliches Nischenthema, das sich Jörn Eisenhauer und seine Mitstreiter da 1985 ausgedacht haben. Und zuerst waren es auch nur wenige, die die ersten Exponate im Instrumentengeschäft „Music Station“ ansahen. Doch dann zahlte sich die Hartnäckigkeit der Veranstalter aus: Die Ausstellung wuchs (einmal wurde sogar die Weser-Ems-Halle angemietet), das Beiprogramm ebenfalls, und vor allem steigerte man die Qualität der Preziosen: elektrische Gitarren, die einst Berühmtheiten der Pop- und Rockszene in Händen hielten, dazu Bassgitarren, Verstärker und vieles mehr.
Das Angebot blieb damit zwar noch im Wesentlichen eine Sache von Liebhabern und Spezialisten, der Ruf der Oldenburger „Vintage Show“ wird aber überall gehört.
Ein guter Ruf, der verpflichtet. Weshalb die Organisatoren auch in diesem Jahr von den Ausstellern aus Amerika und Europa vieles zusammentragen lassen, was gut, alt und legendär ist: Bekannte US-Gitarrenmarken wie Gibson, Rickenbacker oder Fender werden die Ausstellung beherrschen, aber auch deutsche Fabrikate wie die von Framus oder Höfner (die einst den berühmten Beatles-Bass baute) werden gezeigt. Insgesamt, so Eisenhauer, seien mehr als 1000 Instrumente zu sehen. Für viele Besucher besonders interessant sind darunter die geschichtsträchtigen. Diesmal werden Gitarren von Pete Townshend (The Who), John Lennon (Beatles) und Noel Gallagher (Oasis) gezeigt.
Ebenfalls zur „Vintage Guitar Show“ gehören diverse Workshops mit Musikern wie Detlef Borchardt (ELA, Ratpack) oder Oliver Jüchems; dazu kommen kleine Konzerte (Harpface & the Heydays, Bad Boys und andere) sowie eine Tauschbörse. Die Sonderausstellung ist diesmal dem „Star Club“ in Hamburg gewidmet: Sammler Wilfried Fricke präsentiert Instrumente, die in den 1960er Jahren dort gespielt wurden, zudem originale Fotos, Poster und Manuskripte aus der „Wiege der Beatles“. Abgerundet wird die Veranstaltung am Sonnabendabend mit einer Live-Session in der Musikkneipe „Charly’s“ an der Wallstraße.
