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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Verlage: Wie ist der Bücherfrühling noch zu retten?

12.03.2020

Leipzig „Leider“ ist das Wort der Stunde in der Buchbranche. Nach Absage der Leipziger Buchmesse wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist das Bedauern immer noch groß. Als weiterer Schlag kam am Dienstag, dem geplanten Eröffnungstag, das kurzfristige Aus der Lit.Cologne dazu. Die Verlage versuchen nun zu retten, was in diesem Bücherfrühling noch zu retten ist. Die Branche setze alle Hebel in Bewegung, um trotzdem Aufmerksamkeit auf die Titel und Themen rund ums Buch zu lenken, sagt Thomas Koch, Sprecher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Die Hebel – das sind vor allem Aktionen im Internet und Einladungen zu Lesungen im kleineren Kreis. So zirkuliert seit einer Woche auf Twitter der Aufruf zum #Bücherhamstern zugunsten kleinerer Verlage. Unter dem Label #LeiderNichtLeipzig wird für Buchvorstellungen und Signierstunden getrommelt, die trotzdem stattfinden.

Vorlesen statt Lesen

Auch die Leipziger Buchmesse versucht gegenzuhalten. Sie hat die Bekanntgabe ihres Buchpreises, eine der wichtigsten deutschen Literaturauszeichnungen, ins Radio verlegt. Statt live vor Tausenden Zuhörern in der großen Glashalle der Leipziger Messe werden die Träger des Preises der Leipziger Buchmesse nun am Donnerstagvormittag im Deutschlandfunk Kultur verkündet. Die ARD organisiert eine „virtuelle Buchmesse“ mit Autorengesprächen, die live im Radio und im Netz übertragen werden.

Das sei alles gut und wichtig, sagt Katharina Wilts, Sprecherin des Klett-Cotta Verlags. „Aber es ist eben nicht dasselbe.“ Das Aus für die Leipziger Buchmesse, die vom 12. bis 15. März ihre Tore hätte öffnen sollen, mache sich stimmungsmäßig bemerkbar. „Wir sind alle sehr traurig.“ Die Messe oder eine Lit.Cologne könne man eben zum Teil nicht ersetzen, auch wenn die Berichterstattung über die Bücher weiterlaufe. „Aber der direkte Austausch mit dem Publikum ist eben nicht da.“

Keine Prognose möglich

Wie sich das Krisen-Frühjahr auf die Buchbranche insgesamt auswirkt, lasse sich jetzt noch nicht abschätzen, sagt Börsenvereins-Sprecher Koch. Der Börsenverein beobachte die Umsatzentwicklung. Aussagen über den März seien in einigen Monaten möglich. Wie sich die Auflagen ohne Buchmesse entwickeln, werden die Verlage erst dann beurteilen können.

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