LEMWERDER - Die Adventszeit ist wahrlich eine stressige Zeit: Weihnachtsfeiern und Basare wollen besucht, Kekse gebacken und Geschenke gekauft werden. Obwohl man sich vorgenommen hat, in diesem Jahr alles ganz ruhig angehen zu lassen, reiht sich Termin an Termin.

So auch für Pastor Thomas Cziepluch von der evangelischen Kirchengemeinde Altenesch-Lemwerder. „Keine Frage, in der Advents- und Weihnachtszeit ist schon mehr los“, sagt er. Schließlich ist Weihnachten eines der höchsten Feste der Christenheit – entsprechend häufig sind die Pastoren im Einsatz. Und das nicht nur bei Gottesdiensten und Adventsandachten.

Aber Cziepluch selbst kommt mit dem Adventsstress ganz gut klar: „Man muss sich eben einmal am Tag, am besten zu einer festgesetzten Zeit, auf Advent einlassen – und wenn es nur zehn Minuten sind.“ Er selbst nutzt dabei den Kalender „Der andere Advent“, dessen täglich wechselnde Bilder, Gedichte, Andachten und Geschichten zum Innehalten einladen. Cziepluch: „Außerdem haben wir noch unseren ,Lebendigen Adventskalender‘, wo wir an verschiedenen Orten im Gemeindegebiet zusammenkommen und uns 20 bis 30 Minuten lang auf die Adventszeit einstimmen. Los geht es übrigens am Montag um 18 Uhr im Kindergarten Altenesch.“ Besonders freut sich der Pastor schon auf das Friedenslicht aus Bethlehem, das am 4. Advent in Lemwerder weitergereicht wird. Dies sei ein starkes Symbol, auf das man sich freuen könne.

Dass sich das Phänomen Adventsstress in den Griff kriegen lässt, steht für Cziepluch außer Frage: „Vielleicht ist es einmal gut, wenn man statt Geschenken einfach eine Karte schickt oder eine Einladung ausspricht und so dem Dauermarathon entkommt.“

Letztlich liegt es an jedem einzelnen Menschen selbst, wie er mit der Adventszeit umgeht: „Wir haben den Schlüssel dazu in der Hand – niemand sonst.“