LEMWERDER - Gleich 20 Zauberer aus aller Welt waren am Wochenende in der Begu zu Gast. Nachdem das Eden-Theater bisher gerne mit anderen Gruppen kooperierte und sich in komplette Stücke einbrachte, war das Programm der integrativen Theatergruppe dieses Mal ganz anders.

Um „die Magie der Fantasie“ ging es auf und auch neben der Bühne, denn das Ensemble bildete zugleich sein eigenes Orchester. Während die eine Hälfte der Schauspieler auf der Bühne nacheinander viele verblüffende Tricks präsentierte sorgte die andere für die außergewöhnliche musikalische Untermalung. Als Musikinstrumente dienten Rohre in Wassereimern, eine alte Pfanne, Tonpfeifen oder andere Schlaginstrumente. „Alles gefunden oder selbst gebaut“, erklärt der pädagogische Theaterleiter Waldo Bleeker. Ganz bewusst greift er bei seinen Projekten auf solche experimentellen Musikinstrumente zurück, denn damit kann man nicht falsch spielen, ist die Idee.

Statt irgendwo mitzumachen, sollte dieses Mal jeder seinen ganz persönlichen Auftritt haben. Während der ersten Halbzeit machte Ivo Körber die Ansagen für Tricks, wie die Perlengläser, die Wasserzeitung oder die Weinwanderung, die das Publikum mit viel Applaus honorierte. Nach der Pause wechselte die Besetzung ,und die Zauberer verwandelten sich in Musiker und umgekehrt. Die Ansagen machte dann Elisabeth Bohm.

Kaum ein Trick fehlte in der Zauberschau, und besonders spannend wurde es, als die Messerkiste zum Einsatz kam. Unzählige Messer bohrte die Magierin ihrem Partner durch den Kopf, der in einer Kiste steckte. Zum Glück überstand er alles unbeschadet.

Mit ganz viel Beifall bedachten die verzauberten Zuschauer die Darsteller am Ende der Schau, und als Anerkennung gab es vom Theaterleiter für jeden auf der Bühne Blumen.