LEMWERDER - Die Aktion ist Teil des „Meinungsskulpturenpfades“ der Kirchengemeinde. Sechs Stelen sind geplant.

von Axel Zimmermann

LEMWERDER - Unter dem Motto „Aufwachen, jetzt wird geräumt“ veranstaltet die Oldenburgische Landeskirche seit Ende 2005 ein Jugendkulturprojekt, das Engagement und Kreativität von jungen Menschen verlangt. Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren dürfen ihr Lebensgefühl in der Wesermarsch, ihre Träume und Wünsche künstlerisch ausdrücken.

Die evangelische Kirchengemeinde Altenesch/Lemwerder beteiligt sich mit einem „Meinungsskulpturenpfad“ an dem von der EU geförderten Projekt. Der Skulpturenpfad, der die Geschichte Lemwerders thematisiert, soll am Ende aus sechs Skulpturen bestehen. Ein erstes Treffen fand in der Pastorei Altenesch statt, bei dem die Jugendlichen von den Pastoren Peter Mienert und Thomas Cziepluch über das Projekt informiert wurden. Im Anschluss daran wurde die erste, aus sechs Segmenten bestehende Säule in Angriff genommen.

Am vergangenen Sonnabend trafen sich die Skulpturenpfad-Bauer in der Moschee am Hansering. Hier sollten sie das Thema „Integration von Menschen aus anderen Ländern und Flüchtlingen in der Gemeinde Lemwerder“ mit Ton verarbeiten. Acht Jugendliche arbeiteten mit großem Eifer an den sechs Segmenten der Stele. Hilfe leistete dabei unter anderem die Kunstpädagogin Heike Krey.

Während sich einige Jugendliche symbolisch mit der Situation in Lemwerder nach Ende des Zweiten Weltkriegs beschäftigten – Lemwerder zählte 4000 Einwohner und musste 2500 Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten aufnehmen – „formten“ andere den Zuzug von Arbeitskräften aus anderen Ländern mit Ton. Dass dabei auch die unterschiedlichen Glaubensrichtungen angesprochen werden, liegt auf der Hand: Kreuz und Halbmond zieren Stelensegmente.

Am Sonnabend steht im Gemeindehaus in Lemwerder das Thema „Bedeutung des Walfangs für Lemwerder“ an. Infos gibt es unter 0421/67664 (Kirchenbüro).