LEMWERDER - Die Kommunalwahl am 11. September wirft ihren Schatten voraus. So stand die Entwicklung eines Wahlprogrammes auch als erster Programmpunkt auf der Tagesordnung bei der Mitgliederversammlung der Lemwerderaner Ortsgruppe der Grünen.

Ganz vorn dabei mit erstaunlich viel Engagement und Sachverstand ist der 14-jährige Timon Dzienus. Seit fast zwei Jahren macht er mit und ist eins der jüngsten Mitglieder bundesweit.

Nachdem die Arbeit der Grünen-Jugend wegen Mitgliedermangel vorerst eingestellt werden musste, macht der politisch interessierte Gymnasiast als Parteigenosse bei den Erwachsenen mit. Seinen Traum von einer Jugendgruppe der Grünen hat er aber noch nicht aufgegeben. Er will in nächster Zeit verstärkt auf Mitgliederwerbung gehen, schließlich gehe es doch um Themen wie Atomkraft, Jugendarbeit und Naturschutz. Themen, die die Zukunft aller betreffen, wie er erklärt.

Als Spitzenkandidatin für den Gemeinderat wurde Brigitta Rosenow aufgestellt. Bei der Kandidatenwahl für den Kreistag will sich die Ortsgruppe noch mit den Grünen der Nachbargemeinde Berne beraten.

Der Bau der B 212 neu durch Lemwerderaner Gebiet wird von Grünen vorerst abgelehnt. Die Mitglieder waren sich weitgehend einig, dass die neue Straße durch Lemwerder nicht wirklich nötig sei. Der Transitverkehr mit wesentlich höherem Schwerlastaufkommen würde für die Bevölkerung mehr Nach- als Vorteile bringen. Das Geld, das das ehrgeizige Straßenbauprojekt verschlinge, solle man lieber in andere Transportwege investieren.

Verärgert war die Ortsgruppe, dass sie auf dem Flohmarkt am 9. April keinen Infostand aufstellen darf. Ordnungsamtsleiter Jürgen Peters dazu: „Das ist schließlich ein Flohmarkt. Wahlwerbung hat mit so einer Veranstaltung doch nichts zu tun. Auf dem Wochenmarkt ist es dagegen kein Problem. Der Fahrradflohmarkt der FDP ist eine eigene Veranstaltung.“ Außerdem bestehe die Möglichkeit, eine Ausnahmeregelung zu beantragen.

Im April wollen die Grünen eine Stromwechselparty in der Begu veranstalten. Die Besucher können sich über einen Wechsel zu umweltfreundlichen Energien beraten lassen.