LEMWERDER - „Ein Weihnachtsmärchen in der eigenen Schule wäre toll“, dachten sich Angelique Ober, Annika Risch, Lea Wegert und Katrin Addicks aus der 9H1. Gesagt, getan. Am Morgen des letzten Schultages vor den Weihnachtsferien fand in der zweiten Stunde vor zahlreichen Schülern die Uraufführung ihrer ganz eigenen Version des Märchens „Väterchen Frost“ in der Pausenhalle statt.
Die vier Mädchen hatten ganz einfach aus zwei Märchen, nämlich der russischen Erzählung „Väterchen Frost“ und „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ (Hans-Christian Andersen) eine ganz eigene Variante kreiert. Da gab es Vater Heinz, Mutter Susanne und deren Stieftochter Marfuschka, die sich im Wald von Väterchen Frost so ganz und gar nicht beeindrucken lassen wollte und dafür Pelze und Geschenke bekam. Aber auch Töchterchen Paracha, die Väterchen Frost zum Teufel schickte, und die deshalb zu Eis erstarren musste, trat genauso in Erscheinung wie ihre Schwester Marcha, die später Schwefelhölzchen verkaufte, sich in einen eleganten Herren verliebte und mit ihm von Dannen zog.
Am Ende der Geschichte blieben nur noch Vater, Mutter und Stieftochter Marfuschka übrig, die kurze Zeit später den Nachbarsjungen heiratete. Dargestellt wurden die Hauptpersonen von den schauspielfreudigen Fünftklässlerinnen Johanna, Zoe Mercedes, Litza, Ronja und Michele, Jana und Melissa, die sich vor rund vier Wochen spontan dem Theaterprojekt anschlossen und seither jeden Montag und Dienstag in der Mittagspause geprobt hatten. „Ihr habt es geschafft, innerhalb von vier Wochen eine ganz tolle Leistung auf die Beine zu stellen!“, lobte Schulleiter Dirk Richter.
Für einen weihnachtlichen Ausklang der Theatervorführung sorgte Katja Schulz (5R2), die mit ihrem Cello Weihnachtslieder spielte.
