Rastede - Im Zuge der Serie „Oldenburger Straße – Gestern und heute“ sind in den vergangenen Wochen zahlreiche Bilder, Postkarten und Zeichnungen bei der NWZ  eingegangen. Eine erste Auswahl wird an dieser Stelle gezeigt.

Eine Bleistiftzeichnung der Gaststätte „Zum Graf Anton Günther“ schickte Borchert Lückendiers aus Westerholtsfelde der Redaktion. Sie stammt aus einem alten Album von Karl Heinrich Konrad Mühlenstedt, der seinerzeit Hoflakei und Kammerdiener war, berichtet Lückendiers. Die Zeichnung entstand vermutlich um 1849/50.

Sein altes Haus entdeckte Werner Piepersjohanns aus Rastede wieder. Er lebte an der Oldenburger Straße neben Fahrradhändler Hinrichs. Vor drei Jahren verkaufte er das Haus. Seine Aufnahme zeigt den Zustand vor dem Jahr 1964, als seine Eltern das Gebäude umbauen ließen.

Das Haus war 1907 von Schneidermeister Friedrich Ficken erbaut worden, schreibt Charlotte Uhlhorn in ihrem Buch „Rasteder Rückblicke – Die Oldenburger Straße“. Es wurde auf den noch freien Flächen des Grundstücks der aufgegebenen Molkerei errichtet. Den Grundstücksteil mit dem alten Molkereigebäude verkaufte Ficken 1909 an Heinrich Jung (heute Hinrichs). Fickens Tochter Louise, genannt Lies­chen, soll sehr musikalisch gewesen sein und Kindern viele Jahre lang Klavierunterricht gegeben haben.

Eine alte Postkarte entdeckte Renate Dierks aus Bad Zwischenahn. Sie zeigt die Schlossstraße mit Blick auf das Rasteder Schloss und die Oldenburger Straße. Linkerhand, wo sich heute der „Hof von Oldenburg“ befindet, sind hochgewachsene Bäume zu sehen. Rechterhand erstreckt sich der Palaisgarten. Abgestempelt ist die Karte im Jahr 1906. Sie ist an die Inhaberin der früheren Buchhandlung Westerholt am Marktplatz in Bad Zwischenahn gerichtet.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede