Elisabethfehn - „Man hat hier auf jeden Fall eine besondere Geschichte“, sagt die Leiterin vom Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn, Antje Hoffmann, über die Region um den Elisabethfehnkanal und die angrenzenden Moore. Umso wichtiger sei es, dass diese festgehalten und anderen Menschen gezeigt werde.
Zum Saisonstart am Mittwoch steht das Programm bereits. Von Teezeremonie, Schaubacken, Nabu-Veranstaltungen über Themenführungen, die nun auch individuell für Gruppen buchbar sind (neu auch auf Spanisch), bis hin zu Mitmachaktionen für Kinder ist alles dabei. Zudem wird die kleine Galerie wiederbelebt. Ab dem 4. April stellt Künstlerin Martina Pieper im Café-Raum der Teestube ihre Arbeiten aus.
Die Moorrallye, die aktuell noch aus sieben Mitmachstationen besteht, wird um eine achte erweitert. Darin können Besucher alte Spiele ausprobieren, wie Himmel und Hölle oder Seilschlagen. Dazu wurden je drei Steckenpferde, Reifen, Springseile und Stelzen aus Mitteln des Fördervereins angeschafft. An einer Infotafel wird gerade gearbeitet.
Im Museum könne auch die Saterländer Geschichte mit Moorbrandkultur und Leben als Torfhändler entdeckt werden, sagt Hoffmann. Es werde zudem eine Infotafel mit Hörstation zum Saterfriesischen ab Herbst geben.
So habe sich seit der Neugestaltung, die 2014 abgeschlossen wurde, viel getan. Gerade wurden die Zuschüsse vom Kreis und den Gemeinden Barßel und Saterland erhöht. Das Geld werde auch weiter u.a. für den Substanzerhalt der Anlagen wie Fenster oder Regenrinnen verwendet. Die Arbeiten wurden bereits pünktlich zum Saisonstart erledigt.
Normalerweise startet das Museum die Saison mit einer Sonderausstellung. Diesmal ist aber die Ausstellung von Bernhard Hinrichs noch bis Ende April zu sehen. Denn gerade arbeitet man an einem Forschungsprojekt zur Firmen- und Familiengeschichte von Oltmann Wurp Strenge, der sich 1875 am E’fehnkanal niederließ und bekannt für das Patent um den Strenge-Bagger ist. 2018 soll die Ausstellung öffnen.
Auch vor dem Museum gibt es Veränderungen. Die Museumstjalk „Jantina“ liegt nicht mehr oberhalb der Schleuse in Dreibrücken, sondern im Bollinger Kanal, direkt im Kreuzungsbereich Dreibrücken, so dass viele Besucher sie besser wahrnehmen können. „Das ist so ein Hingucker“, sagt Hoffmann.
Derzeit arbeitet eine kleine Crew von vier Leuten unter der Leitung von Bootsbauer Heinz-Dieter Elsen am Schiff, das schon grob gesäubert wurde. Der Mast wurde überarbeitet, Baum und Gaffel sind neu, sagt Hoffmann. Nun sei noch ein neuer Farbanstrich nötig. Ehrenamtliche werden weiter gesucht. Ebenso wie eine Kraft, die sich um die tägliche Besucherbetreuung kümmere.
Das nächste Projekt steht auch schon: Die Fläche beim museumseigenen Bauhof soll befestigt werden. Bis Ostern soll der Bauhof hergerichtet und mit einer Buchenhecke eingefasst werden.
