Ofenerdiek - Wenn „Ofelia“ erstrahlt, dann wird’s besinnlich. Die Vorweihnachtszeit ist angebrochen, und die Eiche am Ofenerdieker Bahnhofsplatz trägt dann nicht nur mehr als 1000 kleine Lämpchen sondern auch einen besonderen Namen: „Ofelia“ eben – was sich aus den Worten „Ofenerdieker Lichter im Advent“ zusammensetzt. Eingeschaltet wird das Licht stets ganz feierlich beim Lichterfest, zu dem der Verein Handel und Gewerbe Ofenerdiek (Hugo) einlädt.

Das hat Tradition. Dabei soll es auch bleiben – in diesem Jahr aber mit einigen Neuerungen. Die kündigt Hugo-Vorsitzender Hilbert Schoe für das Lichterfest an, das am Sonnabend, 28. November, gefeiert wird. Beginn ist um 16 Uhr an der Eiche. Und dort bleibt man auch. Acht Jahre lang wurde es nach dem Einschalten der Lichter immer ruhig unter „Ofelia“, weil Gastgeber und Besucher dann zum nahen Ofenerdieker Kulturzentrum zogen. Dort wurden Stärkungen und Unterhaltung geboten.

Das alles gibt es bis 20 Uhr auch an diesem Sonnabend. „Aber unter der Lichtereiche“, sagt Hilbert Schoe. Das sei Wunsch des Hugo-Vorstandes gewesen. „Wir richten das Augenmerk auf den öffentlichen Raum als Kommunikationsfläche. Wir sind hier nicht auf einem Hinterhof, sondern auf einem Platz, der ja aus allen Richtungen zu erreichen ist“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Gegen Regen oder gar Schnee sei man geschützt. „Auf der Parkfläche an der Eiche ist ein Zelt aufgebaut.“

Es bleibt beim Auftakt des Festes zu den Klängen des Posaunenchors der Thomas-Kirche. „Qualität, Klassisches, Historisches – mit neuen Alternativen“, betitelt Hilbert Schoe das diesjährige Programm. So ist die Oldenburger Puppenbühne Heyder­hoffmann vertreten. Sie lädt zu „Weihnachten mit Kasper und seinen Freunden“ ein. Bei „Müller & Egerer“ können die Kinder in der Weihnachtsbäckerei mitmachen.

Gar als „Kracher“ kündigt Schoe die große Tombola an. Und das hat auch einen besonderen Grund. Denn, wer Lose kauft, kann etwas gewinnen und hilft gleichzeitig. „Wir wollen die Oldenburger Tafel unterstützen. Von dem Tombolaerlös werden wir Lebensmittel kaufen, die die Tafel in dieser Zeit besonders braucht“, erklärt Hilbert Schoe. Das Engagement der Vorsitzenden der Tafel, Inka Ibendahl, und der vielen Ehrenamtlichen verdiene große Wertschätzung. Der Verein Hugo denke da auch an eine längerfristige Unterstützung – nicht nur zur Weihnachtszeit, wenn „Ofelia“ erstrahlt.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg