Zetel - Eine Lanze gebrochen für den Erhalt des Kinos in Zetel hat der Vorsitzende des Vereins „Zeli-Lichtspielhaus“, Hinrich Frerichs. „Wir müssen alles versuchen, das Haus zu erhalten; denn wir haben im ersten Jahr des Vereins gespürt, dass das Kino mit dem Charme der 50er Jahr fast Kultstatus erreicht hat“, sagte er am Mittwochabend im Fachausschuss für Sport, Kultur und Tourismus. Im Zeteler Rathaus berichtete vom ersten Jahr des im Mai gegründeten Vereins. 2012 wurden rund 1500 Besucher gezählt, davon 1000 im Ferienprogramm. Die Mitgliederzahl von 80 werde nächstes Jahr sicherlich die 100 überschreiten.
Als Themenkino will der Verein an einem Wochenende pro Monat Filme anbieten. Kürzlich am Tag der Behinderten sahen 170 Besucher den Film „Ziemlich beste Freunde“, so Frerichs. Am 18. und 19. Januar jeweils um 20 Uhr sowie am 20. Januar um 16 Uhr wird öffentlich der Filmklassiker „Moderne Zeiten“ mit Charlie Chaplin gezeigt. Das Januar-Mitgliederkino wird für den 25. und 26. Januar geplant. Fortgeführt werden sollen 2013 die Schulkinowochen und das Sommerferienkino.
Jeden zweiten Dienstag im Monat treffen sich Mitglieder des Kinovereins im benachbarten Mehrgenerationenhaus. Es gibt Arbeitskreise für die Filmauswahl, für Innenausstattung, für Technik, für Öffentlichkeitsarbeit und für Dekoration. Der Verein besitzt inzwischen eine fest im Kino eingebaute Beameranlage, die auch von anderen Gruppen genutzt werden kann. So haben laut Frerichs Firmen und andere Vereine Interesse am Kino bekundet.
Gleichwohl gebe es einigen Handlungsbedarf im Kino, dessen Miete die Gemeinde Zetel über das Projekt Mehrgenerationenhaus bezahlt. Die Gemeinde will den Verein nicht alleine lassen, dass sei von Anfang an klar gemacht worden, betonte der Erste Gemeinderat Bernd Hoinke. Die Bewirtschaftungskosten wie Heizung und Strom trage der Verein über die Einnahmen selber. Die Gemeinde wolle dem Kinoverein aber eine Starthilfe von 5000 Euro geben.
Nach Darstellung von Hinrich Frerichs habe der Zahn der Zeit sowohl dem Mobiliar als auch den Toiletten zugesetzt. Letztere sollen schnellstmöglichst renoviert werden. Für die durchgesessenen Kinositze hatte Bernd Hoinke frohe Kunde zu vermelden. Die Gemeinde sei mit dem Staatstheater in Oldenburg übereingekommen, die ausgemusterten Polsterstühle zu übernehmen, die noch gut in Schuss seien. Die dafür zu zahlende Gebühr sei noch nicht vereinbart worden.
