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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Sinfoniekonzert: Lieben und Leiden im Ohrenkino des Staatsorchesters

14.07.2015

Oldenburg In einer persischen Sage suchte Alexander der Große einst nach der Blume der Unsterblichkeit. Er fand sie in den Händen eines schlafenden Geisterwesens, einer Péri. Diese war zwar elfenähnlich schön, aber ein gefallener Engel. Alexander stahl die Blume, konnte sich von der schönen Péri aber nicht losmachen und erlag ihren Verführungskünsten. Er gab ihr die Blume der Unsterblichkeit zurück und spürte seinen eigenen Tod nahen.

In seiner sinfonischen Tanzdichtung „La Péri“ verwandelt Paul Dukas das Märchen in starke musikalische Bilder, eingebettet in unterschiedliche Atmosphären. Dieses Werk ließ jetzt der französische Dirigent Laurent Petitgirard im Großen Haus mit dem prächtig aufspielenden Oldenburgischen Staatsorchester wie eine emotional aufgeladene Filmmusik erklingen.

In diesem Ohrenkino jagte eine bildgewaltige Szene die andere. Sich Alexander und die Péri in Lieben und Leiden vorzustellen, war für die Zuhörer ein Leichtes.

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Laurent Petitgirards stupende Fähigkeit, mit einem Orchester farbgesättigte Bilder und Szenen zu malen, beschränkt sich nicht nur aufs Dirigieren. Sein 2012 fertiggestelltes Saxofon-Konzert „États d’ame“ (Seelenzustände) steht ganz in der französischen Tradition der impressionistisch-atmosphärischen Musik von großer Farbigkeit und Bildhaftigkeit. Diese Musik bleibt bei Petitgirard bewusst tonal, kann und will ihre Nähe zur Filmmusik nicht verbergen.

Michel Supéra spielt das Saxofon kongenial, eingebettet in die jeweilige Hauptmelodie, changierend zwischen Klassik- und Jazz-Momenten. Es sind bis ins Delikateste ausgereizte Seelenzustände, die dabei instrumental verhandelt werden, sich aufbauend und zurückfallend, ineinanderfließend, so, wie Seelenzustände zu sein pflegen. Zur Illustration dient neben den üblichen Orchesterinstrumenten ein starkes Schlagwerk.

Bei Cesar Franck verbindet sich die Instrumentationskunst mit der kunstvollen architektonischen Gliederung. Seine Sinfonie d-Moll klingt wie eine typische deutsche Sinfonie, nur etwas farbiger. Petitgerards emotionales und recht zügiges Dirigat betonte die Innenspannung und Bewegtheit und zeigte dabei, wie sich das Ganze dynamisch aus den vielen Einzelmomenten rundet.

Petitgirard ist nicht nur ein Meister der farbgesättigten Einzelbilder, sondern auch ein begnadeter Architekt des großen Ganzen.

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