Lemwerder - Mit einer Lektion im Jodeln begann das „Feuerwerk der Volksmusik“ in der Ernst-Rodiek-Halle. Im Kimono und einem japanischen Jodel-Lied betrat Takeo Ischi zunächst die Bühne. Gleich nach dem ersten Lied zeigte der Wahlbayer jedoch, was er darunter trug: zünftige Lederhosen. Und genauso zünftig ging es bei dem gebürtigen Japaner weiter.
Natürlich vergaß der Meister des Jodelns dabei nicht, auch einen Gruß an Peta Gloystein zu schicken, die als Leiterin ihres vor 16 Jahren gegründeten Fanclubs selbstverständlich im Publikum saß. Den direkten Kontakt zum Publikum scheute der „japanische Bayer“ dabei genauso wenig wie Schlagerstar Sonja Christin, die anschließend ihren Auftritt hatte und die Schlagerfreunde mit Liedern zum Mitsingen und Schunkeln erfreute.
Die Gruppe „Wind“ betrat als letzter Höhepunkt vor der Pause die Bühne. Frontmann Andreas Lebbing sowie seine beiden Kolleginnen Carolin Frölian und Lena-Carolin Engel ließen mit deutschen Schlagern wie „Lass die Sonne in dein Herz“ die Zuschauer in Erinnerungen schwelgen. Mit dieser Art von Musik sei es jedoch heute schwer, einen Platz in Funk und Fernsehen zu erobern. Sendungen wie die „Hitparade“, „Am laufenden Band“ oder „Die Caterina Valente-Show“ wurden inzwischen von Musikformaten abgelöst, die für deutsche Schlager nur noch wenig Raum bieten, sagte das Trio, das sich um so mehr freute, dass ihm ein so großes Publikum trotzdem die Treue hält.
Die Volksmusikfreunde nutzten die Pause ausgiebig, um sich mit ihren Stars persönlich zu unterhalten, eine CD zu erwerben oder sich ein Autogramm vom Lieblingsstar geben zu lassen.
Statt der Alpenvagabunden kündigte Moderator Peter Feller nach der Pause das Tiroler Duo Alpenstern an, das mit bekannten Volksliedern und Akkordeon für Stimmung in den nicht vollständig besetzten Stuhlreihen sorgte.
Nach Gaby Baginski betrat dann endlich Tony Marshall die Bühne, um altbekannte Hits wie „Schöne Maid“, „Sierra Madre“ oder „Lass mich in deinem Wald der Oberförster sein“ zum Besten zu geben.
Das Ehepaar Fleischer war aus Osterholz-Scharmbeck angereist. Die Eheleute waren mit den Darbietungen in Lemwerder mehr als zufrieden. Genau wie Rosemarie und Erich Dießelberg aus Lemwerder, die sich keins der Volksmusik-Konzerte entgehen lassen und neben der Musik besonders den direkten Kontakt zu den Künstlern schätzten.
Mit einem großen Finale, zu dem auch Organisator Manfred Brau und der scheidende Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann auf die Bühne geholt wurden, endete der Abend schließlich nach fast drei Stunden.
Am 26. Oktober ist das nächste „Feuerwerk der Volksmusik“ geplant, zu dem dann „hoffentlich mehr als 2000 Zuschauer herbeiströmen“, wie Peter Feller sagte,
