Bösel - Zur Erinnerung an das 25-jährige Bestehen der innerdeutschen Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Dippoldiswalde (Dipps) und der Gemeinde Bösel haben die amtierenden Bürgermeister Jens Peter und Hermann Block in der Nähe des„Dippser“-Bahnhofs einen Lindenbaum gepflanzt. Beide Repräsentanten taten dieses rückblickend mit großer Freude auch stellvertretend für den vielseitigen Austausch und die zeitweisen intensiven Kontakte.

An die Ereignisse zur deutschen Wiedervereinigung und die Anfänge der Städtepartnerschaft mit Dipps erinnerte Bösels Ehrenbürgermeister Gerd Höffmann, als damaliger Bürgermeister der Gemeinde Bösel Zeitzeuge und gemeinsam mit dem seinerzeitigen Gemeindedirektor Hermann Gerdes Urvater der Verbindung. Er gehörte wie auch der stellvertretende Bürgermeister Reinhard Lanfer einer 13-köpfigen Delegation aus Bösel an und erlebte das Stadtfest nach neuer Konzeption – aus finanziellen Gründen ohne Beteiligung der Stadt (die NWZ  berichtete). Die Teilnehmer der Reisegruppe waren sowohl von der positiven Resonanz des Festes als auch von der Kulisse rund um den alten Marktplatz beeindruckt.

Während einige Teilnehmer am Sonnabendvormittag mit dem „Dippold“ die Sehenswürdigkeiten im historischen Stadtkern erkundeten, nutzen die anderen Böseler die Gelegenheit zur Besichtigung der Agrargesellschaft Ruppendorf AG. Bürgermeister Hermann Block dankte für die Einladung, die man bewusst im Jubiläumsjahr wahrgenommen habe, da in der Urkunde die Förderung der Zusammenarbeit in der Landwirtschaft besonders herausgehoben worden sei. Die Böseler machten sich ein Bild vom Tierbestand in der Milchviehanlage Ruppendorf.

Nach den Führungen wieder vereint, wurde in Anwesenheit von zahlreichen Gästen – darunter die Musiker des Niedersachsen Sound Orchester (NSO) und der Schmiedeberger Musikanten sowie der ehemalige Oberbürgermeister Ralf Kerndt – die Linde gepflanzt und anschließend gemeinsam gegrillt. Im Anschluss luden das NSO und die Schmiedeberger Musikanten zu einem öffentlichen Konzert auf der Stadtfestbühne auf dem Marktplatz ein. Mehrere hundert Besucher waren begeistert, so dass die Musiker aus Bösel gleich mehrere Zugaben geben durften.

Während des offiziellen Empfangs am Freitagabend hatte Bürgermeister Hermann Block unterstrichen, dass ein wesentliches in der Urkunde beschriebenes Ziel, die Demokratie zu stärken und im Rahmen der kommunalen Zuständigkeiten zu fördern, erreicht worden sei. Gemeinsam mit seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Jens Peter war er sich einig, dass die Vereine und Gruppen wesentliches Fundament einer Städteverbindung seien.

Das NSO und die Schmiedeberger Musikanten seien dafür in den vergangenen 25 Jahren ein vorbildliches Beispiel gewesen. Immer wieder weitere Aktivitäten anzustoßen, hatte sich auch der ehemalige Ehrenbürger und inzwischen verstorbenen Bürgermeister Horst Bellmann zur Aufgabe gemacht. An seinem Grab erinnerte Bösels Bürgermeister in Begleitung seines Amtskollegen und einer kleinen Delegation an dessen Verdienste um die Städtepartnerschaft.