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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Letzte Folge: Letzte Klappe für die „Lindenstraße“

17.12.2019

Köln In den WDR-Kulissen der „Lindenstraße“ in Köln geht es trubelig zu. Schau-spieler werden per Lautsprecher zur Probe gerufen, Komparsen warten aufgeregt auf ihren Einsatz. Äußerlich deutet nichts darauf hin, dass es hier sehr bald ganz still werden wird: An diesem Freitag enden die Dreharbeiten für die ARD-Serie. Für die Zuschauer ist dann aber noch nicht Schluss: Die letzte Folge der „Lindenstraße“ läuft Ende März 2020.

Die Stimmung unter den Schauspielern ist erstaunlich gelöst – obwohl viele von ihnen noch nicht wissen, wie ihre berufliche Zukunft aussehen wird. „Wir hatten ja Zeit, uns an den Gedanken zu gewöhnen“, sagt Moritz A. Sachs, der seit Serienbeginn 1985 den Klaus Beimer spielt.

Vor gut einem Jahr hatte die Fernsehprogrammkonferenz der ARD sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrags entschieden. „Das war schon sehr emotional für mich. Da fällt ja nicht nur mein Arbeitsplatz weg. Viele der Kollegen sind meine Freunde. Wegen der „Lindenstraße“ bin ich als junger Mann nicht aus Köln weggezogen.“

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Wenn die Dreharbeiten zu Ende sind, will Sachs zunächst sein geplantes Buch über sein Leben in der „Lindenstraße“ zu Ende schreiben. „Und dann mal sehen.“ Es sei noch nichts spruchreif.

In der Vergangenheit hat er neben der Schauspielerei auch im Bereich Regieassistenz und Produktionsleitung gearbeitet. „Durch die neue Situation ergeben sich auch Chancen, die man ansonsten nicht hätte.“ Viel Ausräumen müsse er am letzten Arbeitstag nicht, sagt der 41-Jährige: Die wenigen persönlichen Gegenstände, die er in seiner Garderobe habe, passten in eine Tasche.

Die Nachricht vom Ende der Serie sei ein Schock für ihn gewesen, sagt Erkan Gündüz. „Ich habe den Murat gern gespielt.“ Immer wieder hat die Serie die Integration von Ausländern thematisiert. Murat stand dabei in einem besonderen Spannungsfeld: Auf der einen Seite der bodenständige, gut integrierte Türke mit modernen Ansichten – auf der anderen Seite seine zum Islam konvertierte Ehefrau
Lisa, die traditionelle muslimische Werte hochhält. Auch persönlich werde ihm etwas fehlen: „Die „Lindenstraße“ ist meine zweite Familie“, sagt Gündüz, der sich künftig mehr auf den Bereich Kameraregie konzentrieren will.

Nach Ansicht von Marie-Luise Marjan (Helga Beimer) wird vielen langjährigen Zuschauern künftig ein Stück Struktur im Leben fehlen. „Für die Fans ist das furchtbar. Die sagen zu mir: Was soll ich denn jetzt sonntagabends ohne Sie machen?“ Es sei für eine Serie einzigartig, über so lange Zeit ein Publikum an sich zu binden.

Marjan will demnächst mehr Zeit für Lesungen und ihr soziales Engagement aufwenden. Sie bedaure das Ende der „Lindenstraße“, sehe das Ganze aber professionell, sagt die 79-Jährige: „Wenn eine Tür zu geht, öffnet sich eine andere.“

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