LINDERN - Noch bis zum 28. Juni ist in der Galerie Lindern eine gemeinsame Ausstellung polnischer und deutscher Künstler zu sehen. Die Idee für diese grenzübergreifende Kooperation ist während der Linderner Kulturwochen geboren worden und hatte mit einem Engagement der Linderner Hobbymalerin Maria Einhaus in der Partnerstadt Mrocza auf einer gemeinsamen Ausstellung mit Künstlern aus Mrocza im dortigen Stadtkulturheim erste Früchte gezeitigt.

Jetzt sind in der Linderner Galerie zum Beispiel Reliefs und Skulpturen von Andrzej Brzózka zu sehen. Er arbeitet seit 35 Jahren mit Holz und Stein und ist Leiter des Stadtkulturheims Mrocza.

Arkadiusz Jasinski malt und zeichnet seit seiner frühesten Jugend. Er studierte Grafik an der Kunstakademie in Lódz und arbeitet als Computer - und Werbegrafiker. Neben Landschaften sind Pferde seine bevorzugten Themen.

Im Konzentrationslager

Der dritte polnische Künstler und sicher auch der bedeutendste ist der Grafiker Lukasz Plotkowski. Plotkowski wurde 1935 geboren und war als Kind in den Jahren 1941 und 1942 in einem Konzentrationslager in Polen inhaftiert. Die damals eingeprägten Bilder kann er niemals aus seinem Gedächtnis verdrängen.

Seit 1964 ist er Mitglied des polnischen Künstlerbundes und arbeitet als Maler, Grafiker, Illustrator und Zeichner aber auch als Zeichenlehrer, Journalist und Kunstkritiker.

Einhaus wieder dabei

Drei Künstler aus Lindern komplettieren die Ausstellung. Maria Einhaus ist seit 1997 Hobbymalerin. Ihre bevorzugten Themen sind Landschafts- und Blumenbilder, die im eigenen Atelier in Auen-Holthaus entstehen und dort auch ausgestellt werden.

Der zweite Künstler aus Lindern ist der Steinmetz und Bildhauer Daniel Wollny, der vor Kurzem in Lindern einen Steinmetzbetrieb eröffnet hat. Er arbeitet vorwiegend mit Sandstein aber auch mit dem viel härteren Material Granit.

Die dritte Künstlerin ist die Malerin und Grafikerin Maria Stratmann. Ihre Arbeiten bieten eine große Breite. Neben gemalten und gezeichneten Porträts und Menschenbildern zieht sich die Landschaftsmalerei durch das gesamte Werk der Künstlerin. Die Arbeiten entstehen entweder in klassischer Aquarelltechnik vor Ort oder aber auch in Acryltechnik im Atelier.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Juni mittwochs, donnerstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr und jederzeit nach Vereinbarung zu sehen.