LINDERN - Im Beisein von Bürgermeister Rainer Rauch (CDU) hat der Heimatverein Lindern seine Dokumentation zu aus der Gemeinde stammenden Gefallenen und Vermissten des II. Weltkrieges vorgestellt. „Wenn wir annehmen, dass das Leben lebenswert ist, und dass der Mensch ein Recht zu leben hat, dann müssen wir eine Alternative zum Krieg finden.“ Dieses Zitat des US-Bürgerrechtlers Martin Luther-King, stellen die Autoren ihrem 224 Seiten starken Buch voran.

Zudem verweisen sie auf eine Sammlung von mehr als 100 Totenbildern, die den Anstoß für das Projekt gegeben hat. Das sollte geschehen, bevor Daten, Gesichter, Lebensläufe und Nachrufe der gefallenen und vermissten Soldaten aus dem Gedächtnis verschwinden, und sie somit nur noch Geschichte sind. Daher heißt es im Vorwort: „Was die Leser sehen werden, ist eine Konfrontation mit der Vergangenheit, einer düsteren Vergangenheit, die Not, Trauer, Leid und Elend gebracht hat.“

Bei der Präsentation betonte der Vorsitzende Gerd Janzen, der Heimatverein sehe in der Veröffentlichung eine Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgaben. Keinesfalls sollten die damals politisch Verantwortlichen des Nationalsozialismus, die für den Krieg und seine Folgen einstehen müssen, für ihre Machenschaften nachträglich Anerkennung finden.

Bürgermeister Rauch bedankte sich beim Heimatverein: Mit dem Buch erhalten 216 gefallene und vermisste Soldaten aus Lindern ein Gesicht. Auf erschütternde Weise wird die Sinnlosigkeit des Krieges bewusst. Möge uns diese Dokumentation mahnen, das Vermächtnis der Opfer des II. Weltkrieges zu erfüllen, indem wir uns alle für die Verteidigung unserer Demokratie und ein friedliches Zusammenleben der Völker einsetzen.“