Lindern - Auch in diesem Herbst hat der junge Kunstverein Lindern wieder eine beeindruckende Ausstellung vorbereitet: Neben dem niederländischen Maler Laurens Boersma stellt die Keramikerin Katharina Bertzbach aus Fischerhude Kleinplastiken und Gebrauchskeramik aus. Die Ausstellungen tragen die Titel „Im Wald und auf dem Feld“ und „Vom Wesen der Dinge“. Sie läuft vom 16. September bis zum 14. Oktober in der Galerie Lindern.
Lindern ist die Kunst – und Kulturgemeinde im Oldenburger Land und sowohl die politische Gemeinde als auch die Galerie Lindern mit dem jungen Kunstverein haben den Ort Lindern zu einem Synonym für hochqualitative zeitgenössische Kunst im Oldenburger Land gemacht, so das Urteil des Linderner Kunstkenners Volkmar Grigull.
Katharina Bertzbach wurde 1962 geboren und machte eine Lehre als Keramikerin. Nach bestandener Gesellenprüfung geht sie von 1986 bis 1989 auf Wanderschaft durch Spanien, Neuseeland sowie Deutschland und lässt sich in Fischerhude nieder, wo sie heute lebt und arbeitet. Alle ihre Arbeiten bewahren den Charakter eines Einzelstücks, einzigartig sind auch die in der Ausstellung gezeigten Wandteller, die das zeichnerische Talent Bertzbachs belegen, sowie die präsentierten Kleinplastiken mit Tier - und Menschenmotiven.
Mit dem niederländischen Maler Laurens Boersma ist es dem Kunst und Kulturverein Lindern gelungen, einen internationalen Künstler nach Lindern zu holen. Geboren wurde er 1957 im niederländischen Easterwierrum. In Groningen studierte er an der Academie Minerva Malerei und schloss sein Studium 1997 mit Auszeichnung ab. Mehr als 20 Jahre arbeitet er seitdem als professioneller Künstler und hat sich rasant entwickelt. Neben wichtigen Ausstellungen in den Niederlanden stellte Boersma in Litauen und bereits 2013 in der Galerie Lindern aus, so dass es für Besucher der Galerie ein Wiedersehen und ein neues Entdecken gibt.
Schwerpunkte seiner Arbeit sind Landschaftsbilder, eine Kombination aus Impressionismus, Naturalismus und Realismus. Die Waterland-Serie, die der Künstler 2013 begonnen hat, besteht aus vielen Ölgemälden, Fotografien, Aquarellen und Zeichnungen. Entstanden in den Torf-Kolonien Nordfrieslands stehen diese Arbeiten für die Spuren, die die schweren Maschinen für den Torfabbau hinterlassen. Wasser füllen diese Spuren, darin spiegeln sich die Wolken, das Licht wird reflektiert – der Maler findet seine Inspiration in diesen Spiegelungen.
Die Galerie im Heimathaus an der Kirchstraße ist mittwochs von 15.30 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
