LINDERN - Lindern ist zwar die kleinste Gemeinde im Kreis Cloppenburg, aber in Sachen Kultur ganz groß: Am 17. Juni wird Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) um 18.30 Uhr mit einem Festakt die bereits „VIII. Linderner Kulturwochen – Der Lauf der Dinge“ eröffnen. Sie dauern vom 18. Juni bis zum 31. Juli. Im Mittelpunkt stehen ein Bildhauersymposium, das bis zum 3. Juli läuft, und eine Ausstellung naiver polnischer Kunst bis zum 31. Juli.

Beim dritten Internationalen Bildhauersymposium werden vier Künstler auf dem Festplatz mitten im Ort an der Vreeser Straße ihre Kunstwerke schaffen, die den Linderner Kulturpfad erweitern werden: Ralf Klement arbeitet aus einem etwa fünf Meter hohen Eichenstamm eine Holzskulptur, Melanie Schmidt werkelt mit Stahl, Kunststoff und LED-Leuchten, Helmut Schwabe (Tasmanien) bearbeitet einen großen Findling, und Lotte Thünker (Italien) widmet sich einem farbigen Sandstein.

Die Ausstellung „Naive Kunst aus Polen“ in der Galerie Lindern zeigt die Sammlung Orth des Museums Europäischer Kulturen/Staatliche Museen zu Berlin. Diese Institution stellt die Schau im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zur Verfügung. Die Sammlung Orth gilt als eine der größten Kollektionen polnischer naiver Kunst und wird in dieser Größe erstmals vorgestellt. Fliegende und musizierende Engelchen, Bären oder wunderschöne Vögel erwarten die Besucher. Mehr als 130 Exponate sind zu sehen. Die Galerie öffnet mittwochs, sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Traditionell werden auch die Schulen und regionale Künstler in die Kulturwochen eingebunden. Darüber hinaus zeigt die Linderner Malerin Maria Stratmann im Rathaus eine umfangreiche Werkschau ihrer Arbeiten – Landschaften, Porträts, Blumenbilder in den verschiedensten Techniken werden vorgestellt.