McCourt wurde mit dem Pulitzerpreis belohnt und von den deutschen Buchhändlern zum Autor des Jahres 1996 gewählt. Er gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller der 1990er-Jahre. Seine Memoiren sind heute in 25 Sprachen übersetzt und gut sechs Millionen Mal verkauft worden.
Dabei brauchte der irischstämmige Amerikaner fast drei Jahrzehnte, um sich die Wut vom Leib zu schreiben und darzustellen, was Armut einem Menschen antun kann. Aus dem unschuldig staunenden Blickwinkel des Kindes, in dem das Wissen des Erwachsenen mitschwingt, schildert McCourt das erlebte Elend in einer hinreißend humorvollen Tonart, ohne auch nur einen Satz lang zynisch zu werden.
Für McCourt, der selbst in New York noch Klobrillen schrubben musste, bis er studieren und endlich ein bescheidenes Paukergehalt beziehen konnte, zahlte sich der Ruhm auch privat aus. Er wurde reich. „Das habe ich alles mit einem einzigen Buch geschafft“, bekannte er einmal, sichtlich überwältigt von dem Echo.
