Friesoythe/Bösel - Es war ein Feuerwerk der Farben und Klänge: An Abwechslung mangelte es dem Niedersachsen Sound Orchesters (NSO) Bösel am Freitag und Sonnabend im Forum am Hansaplatz in Friesoythe nicht.
Das Böseler Orchester gab gleich zwei Gala-Abende im Forum. Damit trug man der großen Nachfrage im Vorjahr Rechnung. War der erste Abend mit rund 450 Besuchern schon sehr gut besucht, war die zweite Veranstaltung restlos ausverkauft. Die Musikfreunde konnten sich von der klanglichen Vielfalt der 45 Musiker aus Bösel überzeugen und wurden dabei auf hohem Niveau unterhalten.
Spontaner Beifall
Der Älteste in den Reihen der Böseler Musiker war Reinhold Lübben mit 61 Jahren. Den Gegenpart dazu bildete die elfjährige Hanna Schwalm, die erst seit einem Jahr dabei ist. Unter der Leitung von Heinrich Lübben präsentierte das Orchester verschiedene Musikrichtungen und Stile. Begeistert waren die Konzertbesucher, die die Musik nicht nur zu hören, sondern regelrecht zu spüren bekamen.
Die Musiker entführten ihr Publikum in eine einmalige Klangwelt. Immer wieder brandete Spontanbeifall auf. Rockige Rhythmen, gefühlvolle Balladen, Oldies und Evergreens von bekannten Künstlern wie beispielsweise Michael Jackson, Robbie Williams, James Last, Tina Turner, Glenn Miller oder Joe Cocker rundeten die Veranstaltung ab. Gesangliche Akzente setzten Nadine und Thorsten Lager sowie Jessica Wetjen.
Durch den Abend führte der 25-jährige Student Tobias Lübben, der in gewohnt launiger Manier das Publikum zwischen den Musikbeiträgen unterhielt. Ergänzt wurde der Gala-Abend durch eine Licht-Show und den Einsatz von Pyrotechnik. „Ich hatte das Gefühl, dass den Besuchern der Abend sehr gut gefallen hat und sie im nächsten Jahr wiederkommen“, sagte NSO-Geschäftsführer Willibald Lübben.
Es regnete Gold
Mit seiner Meinung wird Lübben wohl recht behalten. Iris Brinker-Schäfer aus Emstek war ganz angetan von dem Konzert. „Das war ganz tolle Musik“, lautete das Urteil der 42-Jährigen. Das befand auch Bernd Vocks aus Sedelsberg. „Ich bin von der wunderbaren, klangvollen und taktsauberen Musik total beeindruckt. Es war mein erster Besuch eines Konzertes des NSO-Orchesters. Ich bin mir sicher, die haben musikalisch sogar noch mehr drauf’“, sagte der 76-jährige Saterländer.
Von perfekten Solisten sprach Julia Steenken aus Oldenburg. „Man merkt, dass die Musiker Spaß an der Musik haben. Die Musikalität ist spürbar“, freute sich die Musikstudentin.
Am Ende des Konzerts regnete es „Gold“. Beim Schlusslied hatte sich das Orchester für den Song „Hey Jude“ der Beatles entschieden. Die Besucher verwandelten das Forum mit ihren roten, gelben und grünen Knicklichtern in ein Lichtermeer – es war ein Gala-Konzert der Perfektion.
