• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kino: Endspurt auf der Jagd nach dem Goldenen Leoparden

12.08.2017

Locarno Ob in den Cafés unter den Palmen am Schweizer Ufer des Lago Maggiore oder in den stets langen Schlangen vor den Kinos: In Locarno wird derzeit überall spekuliert, wer am Samstagabend den Goldenen Leoparden des 70. internationalen Filmfestivals bekommt. Zwei Namen fallen dabei besonders häufig: der von Schauspielerin Johanna Wokalek aus Deutschland und der ihres US-amerikanischen Kollegen Harry Dean Stanton.

Johanna Wokalek gilt unangefochten als Favoritin für die Auszeichnung als beste Schauspielerin. Ihr feinnerviges Porträt einer 40-Jährigen auf der Flucht vor sich selbst im Familiendrama „Freiheit“ von Regisseur Jan Speckenbach bekam einhelligen Beifall. Hollywood-Alt-Star Harry Dean Stanton hat als 90-jähriger philosophischer Kauz in der melancholischen Komödie „Lucky“ (Regie John Carroll Lynch) begeistert.

Weit auseinander gehen hingegen die Meinungen, welcher Film den Hauptpreis, den Goldenen Leoparden, gewinnt. Von den 18 Beiträgen des „Concorso Internazionale“ kommen einige infrage. Die Jury unter Vorsitz des französischen Regisseurs Olivier Assayas, prominent besetzt auch mit der österreichischen Schauspielerin Birgit Minichmayr, hat die Qual der Wahl.

Soll gutes Erzählkinos ausgezeichnet werden, haben „Freiheit“ und „Lucky“ gute Chancen. Wollen die Juroren stilistischen Wagemut prämieren, dürften die französisch-portugiesische Gesellschaftsparabel „9 Finger“ (Regie F.J. Ossang) oder die chinesische Lovestory „Libellenaugen“ von Xu Bing weit vorn in der Jury-Gunst liegen.

Bevorzugen die Juroren jedoch politisch ambitioniertes Kino, könnte der filmische Anti-Rassismus-Essay „Hast Du drüber nachgedacht, wer geschossen hat?“ vom US-Amerikaner Travis Wilkerson den Hauptreis erhalten. Dann hat aber ebenso die palästinensische Vater-Sohn-Geschichte „Pflicht“ gute Chancen.

Gleich mehrere Filme kommen für die Auszeichnung mit dem begehrten Publikumspreis infrage. Er wird an einen der außerhalb des Wettbewerbs gezeigten Filme der abendlichen Freiluftaufführungen auf der Piazza Grande vergeben. Deutschland darf hoffen: Das Historienepos „Iceman“ („Der Mann aus dem Eis“) mit Jürgen Vogel als „Ötzi“ und das Familiendrama „Drei Zinnen“ mit Alexander Fehling liegen gut im Rennen.

Doch auch die Piazza-Konkurrenz ist stark. Kandidaten für den Publikumspreis sind zudem das französische Drama „Lola Pater“ mit Fanny Ardent, das US-amerikanische Action-Spektakel „Atomic Blonde“ mit Charlize Theron, die italienische Tragikomödie „Liebesgeschichten, die nicht von dieser Welt sind“ mit der in ihrer Heimat durch das Fernsehen sehr populären Schauspielerin Lucia Mascino und die US-amerikanische Romanze „The Big Sick“.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.