Löningen - „KKK“ – Kleines Keller-Kino, so nannte der 1996 verstorbene Dr. med. Heinz Dobelmann das Heimkino im Keller seines Hauses. Seine kinotechnische Sammlung, die größte Deutschlands, befindet sich heute in der Historischen Kinotechnik in Löningen. Diese bot jetzt für den 317. Historischen Nachmittag des Ausschusses für Geschichte im Heimatbund für das Oldenburger Münsterland den perfekten Rahmen.
Die Führung durch das Kinomuseum gliederte sich in drei Abschnitte. Im oberen Bereich des Museums zeigte Andreas Dobelmann (Sohn des Sammlers) an einzelnen Objekten, wie die Bilder laufen lernten. Die Besucher durften hier und da selbst Hand anlegen, um beispielsweise Filmrollen zu spulen. Im Bereich darunter wurde ein Ausschnitt aus der Sendung „Lass Dich überraschen“ mit Rudi Carrell gezeigt. Dobelmann ist 1988 im Rahmen dieser Sendung mit der Premiere eines Films in seinem „KKK“ überrascht worden, inklusive rotem Teppich und Stargästen. Die Vorführung auf einem alten Pianola brachte eine musikalische Untermalung, bevor im Kleinen Kinosaal im unteren Bereich des Museums ein Kurzfilm lief.
Nach Kaffee und selbst gebackenem Kuchen tauchten die Mitglieder des Heimatbundes noch einmal in die Kinogeschichte ein. Der Cloppenburger Gymnasiallehrer und Regionalhistoriker Stephan Denis stellte in einem Vortrag sein Buch „Als man Kinos noch Lichtspielhäuser nannte“ vor. In diesem geht es um die Entwicklung der Cloppenburger Kinos vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1945. Auch Schauplätze von Filmen, die damals in Cloppenburg aufgenommen wurden, werden in dem Buch vorgestellt.
Klaus Kokenge, 2. Vorsitzender des Ausschusses für Geschichte im OM-Heimatbund, fasste zusammen: „Wir hätten für unseren Historischen Nachmittag mit dem Vortrag von Herrn Denis keinen besseren und passenderen Ort finden können. Das war wirklich sehr beeindruckend und interessant.“
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